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Bildungsfonds an der TU München um 1 Mio. Euro erhöht

22.06.2004 - (idw) Technische Universität München

Der im Februar gegründete Bildungsfonds zur Studienfinanzierung an der Technischen Universität München wird größer. Der Fondsinitiator, die Münchner CareerConcept AG, konnte eine zusätzliche Million Euro von Investoren einwerben. Mit dem neuen Kapital hat der Bildungsfonds die Möglichkeit, weitere 150-200 Studenten mit bis zu 500 Euro pro Monat zu fördern.

Die TU München ist die erste deutsche staatliche Hochschule, die ihren Studenten über den Bildungsfonds diese privatwirtschaftliche Art der Studienfinanzierung anbietet. "Es steht zu erwarten, dass der Bildungsfonds an der TU München ein Signal für eine moderne Bildungspolitik setzt. Bald dürften weitere Bildungsfonds an anderen Hochschulen folgen, so dass diese innovative Studienfinanzierungsalternative bereits in Kürze möglichst vielen Studenten zugänglich sein kann", so Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München.

Ziel des Bildungsfonds ist es, ein optimales und fokussiertes Studium zu ermöglichen. Finanziert werden die in München überdurchschnittlich hohen Lebenshaltungskosten von Studenten und Doktoranden. Aber auch zukünftige Auslandsaufenthalte, Praktika und Forschungsarbeiten der Studenten können als einmaliger Zuschuss beantragt werden.

"Durch die Vergrößerung des Bildungsfonds haben wir die Möglichkeit, vielen Studenten auf einer breiten Basis diese Förderung zugänglich zu machen", erläutert Oliver Krieg, Vorstand von CareerConcept.

Die Rückzahlung der Gelder erfolgt beim Bildungsfonds als Teil des späteren Verdiensts. Anders als bei einem Kredit bestehen bei einer Studienfinanzierung über den Bildungsfonds keine fixen Schulden. Die Rückzahlung beginnt erst mit Berufseinstieg und ist abhängig vom späteren Einkommen der geförderten Studenten. Bildungsfonds-Studenten tragen somit nicht die Last, eine Kreditschuld samt Zinsen in jedem Fall zurückzahlen zu müssen.

Ein Beispiel: Bei einem Zuschuss in Höhe von 350 Euro über die verbleibenden 38 Monate seines Studiums zahlt ein BWL-Student der TU München nach Berufseinstieg innerhalb von maximal 60 Monaten 6,9% seines Verdienstes an den Fonds zurück. Die Höhe der Rückzahlungssumme ist nach oben begrenzt. Damit ist sicher gestellt, dass der Student keine unverhältnismäßigen Abgaben zu leisten hat. "Die verdienstabhängige Rückzahlung verringert das finanzielle Risiko und ermutigt zur Investition in eine gute Ausbildung", erläutert Christian Funke, Studentensprecher der European Business School Oestrich-Winkel, an der der erste Bildungsfonds umgesetzt wurde.

Noch haben Unternehmen und Privatpersonen die Möglichkeit, sich als Investoren dieses Bildungsfonds an der Karriere ausgewählter Studenten zu beteiligen.
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