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40 Jahre naturwissenschaftlich-technische Lehrerbildung an der TU München

23.06.2004 - (idw) Technische Universität München

Auftakt für das neue Zentralinstitut für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung - Die einzige Technische Universität Bayerns bekennt sich zur Lehrerbildung - Festakt am 1. Juli 2004 mit Staatsministerin Hohlmeier

Die Technische Universität München bekennt sich mit der Gründung des "Zentralinstituts für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung" zu ihrem bildungspolitischen Auftrag, die künftigen Lehrkräfte an Gymnasien und Beruflichen Schulen wissenschaftsnah, gleichzeitig aber praxisbezogen auszubilden. Sie nutzt damit ihre Alleinstellung als Technische Universität in Bayern auch zu Gunsten der kommenden Lehrer- und Schülergenerationen. Gleichzeitig kann sich die TU München auf ihre besondere Kompetenz in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern konzentrieren. Mit der Einführung des Naturwissenschaftlich-Technologischen Gymnasiums in Bayern ist der Anspruch an die Schulfächer Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und - neuerdings - Informatik nochmals gestiegen. "Dieser Herausforderung stellen wir uns im Interesse gut ausgebildeter, begeisterter Lehrer, die der nachwachsenden Generation ein positives Bild von Naturwissenschaft und Technik vermitteln", sagte TU-Präsident Wolfgang A. Herrmann.

Die Lehrerbildung wurde vor genau 40 Jahren an der damaligen Technischen Hochschule München (TH) eingerichtet, um Berufsschullehrer und Gymnasiallehrer in den naturwissenschaftlichen Fächern und in der Mathematik auszubilden. Die Hochschule hat sich damit einen exzellenten Ruf in den bayerischen Schulen erworben. Als Ergebnis einer konsequenten Entwicklung und als Bekenntnis zur Lehrerbildung richtete die TU München unlängst das fakultätsübergreifende "Zentralinstitut für Lehrerbildung und Lehrerfortbildung" ein. Damit werden die zahlreichen, über die drei Hochschulstandorte verteilten Aktivitäten unter Leitung von Prof. Dr. Wilfried Huber gebündelt.

Dem Jubiläum "40 Jahre Lehrerbildung an der TU München" wird ein Festakt am 1. Juli 2004 um 10.00 Uhr im Auditorium maximum (Arcisstraße 21) in München gewidmet. Unter den rund 500 Teilnehmern sind neben Staatsministerin Monika Hohlmeier zahlreiche Ehrengäste und Vertreter aus Schule und Hochschule.

"Die TUM möchte in Zeiten des gravierenden Strukturwandels in den Lehramtsstudiengängen auf den Stellenwert der Lehrerbildung aufmerksam machen und an der Weichenstellung für die bevorstehenden Reformen mitwirken", erläutert TUM-Präsident Herrmann. Lehrerbildung und Lehrerfortbildung seien der Gesellschaft verpflichtete Zukunftsaufgaben der TUM.

"Mit dem Zentralinstitut bündelt die TU München ihre in den 12 Fakultäten bestehenden Ausbildungsprogramme in der naturwissenschaftlich-technischen Lehrerbildung und unterstreicht ihre Verantwortung für ein leistungsfähiges Schulwesen", so Herrmann. Mehr als 1200 Studierende sind in den Lehramtsstudiengängen eingeschrieben, davon im Lehramt für berufliche Schulen etwa 750, im Lehramt für Gymnasien (Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Informatik) etwa 350 Studierende.

Für die meisten Fachrichtungen im Lehramtstudium für Berufliche Schulen hat die TUM bayernweit eine Alleinstellung. So kann man das Lehramt für die Fachrichtungen Agrarwirtschaft, Bautechnik, Ernährungs- und Haushaltswissenschaft sowie Gesundheits- und Pflegewissenschaft im Freistaat nur an der TUM studieren.

Im Zentrum des Festakts am 1. Juli 2004 steht die Zukunft der Lehrerbildung. Das Thema des Festvortrags von Prof. Erich Thies, Generalsekretär der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK), lautet daher "Perspektiven der Lehrerbildung in Deutschland". Zum selben Thema beginnt um 14.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit TUM-Präsident Prof. Wolfgang A. Herrmann; Prof. Alf Zimmer, Rektor der Universität Regensburg und Vorsitzender der Arbeitsgruppe Lehrerbildung und Lehrerfortbildung der Universität Bayern e.V.; Dr. Ludwig Eckinger, Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung; Dr. Christof Prechtl, Leiter der Abteilung Bildungspolitik der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft; OStD Hermann Sauerwein, Landesvorsitzender des Verbands der Lehrer an Beruflichen Schulen in Bayern sowie StD Max Schmidt, Vorsitzender des Bayerischen Philologenverbands. Es moderiert OStD Rainer Rupp, Ehrenvorsitzender des Bayerischen Philologenverbands.

Die künstlerische Gestaltung übernehmen die Moriskentänzer der TU München, für die musikalische Umrahmung sorgen 100 Lehrer und Schüler von Gymnasien aus München, Moosburg und Furth bei Landshut.

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