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Mannheimer VWL-Absolventen schaffen Sprung an US- Eliteunis

24.06.2004 - (idw) Universität Mannheim

Mannheim stellt zwei von bundesweit drei VWL-Absolventen,
die Sprung an US-Eliteunis schaffen

Amerikanische Elite-Universitäten sind vor allem durch eines gekennzeichnet: durch eine extrem strenge Auswahl ihrer Studierenden und Mitarbeiter. Beispiel Volkswirtschaftslehre: Um rund 120 Plätze in den Doktorandenprogrammen der fünf führenden Hochschulen - Harvard, MIT, Princeton, Stanford und Berkeley - bewerben sich jedes Jahr tausende Interessierte aus aller Welt. Ganze drei Bewerber aus Deutschland haben den Sprung an eine der fünf Unis geschafft, davon gleich zwei VWL-Absolventen der Universität Mannheim. Beide konnten sogar unter mehreren Angeboten auswählen. Die süddeutsche Universität sieht dies als erneuten Beleg ihrer nationalen Vorrangstellung.

"Wenn man bedenkt, dass die besten Absolventinnen und Absolventen der Welt um diese Studienplätze konkurrieren, ist das ein herausragender Erfolg, zu dem ich unseren erfolgreichen Kandidaten ganz herzlich gratuliere", sagt Professor Konrad Stahl, Ph.D., Dekan der Mannheimer Fakultät für Volkswirtschaftslehre, und ergänzt: "Im europäischen Vergleich ist diese Quote spitze und reicht an die von Universitäten wie Harvard, Princeton oder Yale heran. Unsere Absolventen haben vor allem deshalb so gute Chancen, weil unsere Ausbildung stringenter und formaler ist als an den meisten anderen deutschen Universitäten. Natürlich ist dies auch auf dem deutschen und europäischen Arbeitsmarkt ein großer Vorteil."

"Das Angebot aus Harvard habe ich angenommen, weil man dort in einer einmaligen Atmosphäre arbeiten kann.", freut sich Diplom-Volkswirt Tarek Hassan, der wie sein Studienkollege Konrad Menzel im Herbst in die USA aufbrechen wird. Beide konnten sogar aus mehreren Zusagen auswählen, so beispielsweise Hassan unter Angeboten von Harvard, MIT, Princeton, Stanford, Berkeley und Yale. "Harvard hat nicht nur das wahrscheinlich beste Economics Department der Welt, sondern ist auch in anderen sozialwissenschaftlichen Disziplinen herausragend, so dass dort ausgeprägt interdisziplinär gearbeitet wird."

Eher nach Spezialisierung drängt es Diplom-Volkswirt Ralf Meisenzahl, der ebenfalls ein Angebot aus Berkeley hatte. "Ich habe mich für die Northwestern University entschieden, weil sie die beste Hochschule der Welt im Bereich Industrieökonomik ist. Dort werde ich mich im Rahmen einer Promotion mit den Auswirkungen staatlicher Regulierungsmaßnahmen auf das volkwirtschaftliche Wachstum und die Höhe der Investitionen beschäftigen. Das Studium in Mannheim hat mich optimal auf dieses sehr anspruchsvolle Programm vorbereitet."

Hassan, Meisenzahl und Menzel hatten bereits im Laufe ihres Hauptstudiums im Rahmen des integrierten Auslandsstudienprogramms der Fakultät für Volkswirtschaftslehre ein Jahr lang in Berkeley studiert. Sie konnten dort aufgrund ihrer herausragenden Studienleistungen in Mannheim an den Veranstaltungen für Doktoranden teilnehmen. Dies ist auch in einer Reihe anderer Austauschprogramme möglich, die die Mannheimer Fakultät für ihre besten Studierenden unterhält: so unter anderem an der University of California Los Angeles, der University of Toronto, der Université Toulouse I, dem University College London oder der Universitat Pompeu Fabra Barcelona.

Die amerikanischen Eliteuniversitäten nehmen pro Jahr jeweils ca. 25 Studierende in ihre Doktorandenprogramme auf. Etwa drei Kandidaten aus Deutschland schaffen pro Jahr den Sprung in diese Spitzenliga. Dank finanziell wesentlich großzügigerer Ausstattung können die amerikanischen Eliteuniversitäten die besten Wissenschaftler der Welt verpflichten und aufgrund niedriger Aufnahmezahlen eine exzellente Betreuung ihrer Studierenden gewährleisten. Da die amerikanischen Professoren zudem nur eine geringe Lehrverpflichtung haben, bleibt ihnen mehr Zeit für Forschung und Veröffentlichungen sowie für eine intensivere Vorbereitung ihrer Lehrveranstaltungen. Die Mannheimer arbeiten nicht nur eng mit amerikanischen Forschern zusammen. Viele Mannheimer VWL-Professoren haben selbst ihre Ausbildung in den USA durchlaufen.

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