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Internationales Symposium "Threat of Infection" vom 25. bis 28. Juli 2004 in Würzburg

24.06.2004 - (idw) Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

Im Rahmen dieses gemeinsamen Symposiums der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der französischen Académie des sciences erörtern Experten aus aller Welt neue Impfstrategien und -konzeptionen, um künftig vor allem auch gegen immer neue Erreger zuverlässig gewappnet zu sein.

Warum konnte das SARS-Virus Anfang dieses Jahres so viele Opfer fordern? Warum stellt die Bekämpfung von Infektionskrankheiten trotz Antibiotika und Impfungen in den Entwicklungsländern, aber auch in der zivilisierten Welt, eine solche Herausforderung dar?

Immer noch gehen weltweit ein Drittel aller Todesfälle auf Infektionskrankheiten zurück. Grund dafür ist zum einen die zunehmende Resistenz krankheitserregender Mikroorganismen gegen Antibiotika. Zum anderen sind vorbeugende Impfungen in Entwicklungsländern teuer, während in den Industrieländern eine Impfmüdigkeit herrscht. Experten sind sich daher einig, es brauche eine ganz neue Impfstrategie und -konzeption, um gegen immer neue Erreger zuverlässig gewappnet zu sein.

Voraussetzung für die Entwicklung solcher Strategien ist zu verstehen, wie Bakterien, Viren oder Parasiten es schaffen, die Immunabwehr ihres Wirtes zu ihrem eigenen Vorteil zu überwinden. Diesem Verstehen der Mechanismen dient das internationale hochkarätig besetzte Symposium "Threat of Infection: Microbes of High Pathogenic Potential - Strategies for Detection, Control and Eradication" (Bedrohung durch Infektionen: Strategien zur Erkennung, Eindämmung und Ausrottung hochansteckender Mikroorganismen). Gemeinsam haben dazu die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und die französische Académie des sciences führende Experten aus aller Welt (u. a. aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Italien, Österreich, Ungarn, Norwegen, Schweden, Schweiz, Kanada, USA) vom 25. bis 28. Juli 2004 nach Würzburg eingeladen. Dabei werden neben wissenschaftlichen Gesichtspunkten auch politische und soziale Aspekte von Infektionskrankheiten beleuchtet.

Die Initiative zu dieser Veranstaltung ging von den Leopoldina-Mitgliedern, den Virologie-Professoren Hans-Dieter Klenk (Marburg) und Volker ter Meulen (Würzburg), dem Professor für Molekulare Infektionsbiologie Jörg Hacker (Würzburg) und dem Mikrobiologie-Professor Werner Goebel (Würzburg) aus. Die Ausrichtung der Veranstaltung erfolgt in enger Kooperation mit dem Zentrum für Infektionsforschung der Universität Würzburg, der Jungen Akademie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina, der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, der Gesellschaft für Virologie und der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie.

Finanzielle Unterstützung erfährt das Symposium außer von der Leopoldina von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dem Freistaat Bayern, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, dem Fonds der Chemischen Industrie, dem Universitätsbund Würzburg sowie einer Anzahl von industriellen Firmen. Eine vollständige Liste der Sponsoren ist abzurufen unter:
www.uni-wuerzburg.de/infektionsbiologie/leopoldina/acknowledgement.htm

Eine Anmeldung ist beim lokalen Organisationsbüro möglich:
Frau Claudia Borde, Institut für Molekulare Infektionsbiologie, Röntgenring 11, 97979 Würzburg, Tel.: 0931-31 25 75, Fax: 0931-31 25 78, E-Mail: claudia.borde@mail.uni-wuerzburg.de.

Das aktuelle Programm der Veranstaltung und ein Anmeldeformular befindet sich auch im Internet: http://www.uni-wuerzburg.de/infektionsbiologie/leopoldina.htm.
Veranstaltungsort ist das Anatomische Institut der Universität Würzburg, Koellikerstraße 6, 97070 Würzburg.

Für Informationen über die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und die Académie des sciences siehe:
http://www.leopoldina-halle.de bzw. http://www.academie-sciences.fr

Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie ist die älteste naturwissenschaftliche Akademie in Deutschland und in Alter, Größe und wissenschaftlicher Relevanz vergleichbar mit der Royal Society in London (gegründet 1660) und der Académie des sciences in Paris (gegründet 1666). Letztere ist zugleich Mitveranstalter des Symposiums.

Der Leopoldina gehören etwa 1 100 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus weiteren ca. 30 Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur- und den empirischen Geistes- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 35 Mitglieder der Leopoldina.

Die Leopoldina erhält ihre finanziellen Zuwendungen für die satzungsgemäßen Aufgaben zu 80 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und zu 20 Prozent vom Land Sachsen-Anhalt.

Kontakt und weitere Informationen:

Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug
Generalsekretärin der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
Telefon: 0345-472 39 0, Fax: 0345-472 39 19, E-Mail: presse@leopoldina-halle.de
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