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Exzellente Leistungen im "Certamen Thuringiae"

24.06.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zwei Schülerinnen aus Erfurt und Walschleben Siegerinnen des Schülerwettbewerbs

Jena (24.06.04) Die zwölfköpfige Jury des "11. Certamen Thuringiae" hatte gestern (23.06.) keine leichte Entscheidung zu fällen. Schließlich waren nur die besten Latein- und Griechischschüler aus ganz Thüringen zum Finale des Schülerwettbewerbs an der Universität Jena angetreten. Am Ende gab es zwei Siegerinnen. Kathleen Hildebrand aus Erfurt und Stefanie Schuh aus Walschleben überzeugten beide, sowohl durch ihre eingereichten Hausarbeiten als auch durch ihre wissenschaftlichen Vorträge und in den Einzelgesprächen mit der Jury, die aus Altertumswissenschaftlern der Jenaer Universität und Altsprachenlehrern bestand. Beide erreichten die gleiche Punktzahl und erhielten deshalb den Hauptpreis, jeweils ein Stipendium der "Studienstiftung des deutschen Volkes". Der dritte Preis, eine Romreise, ging an Anette Runge aus Gera.

Der Wettbewerb, der vom Thüringer Altphilologenverband ausgerichtet wird, steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Kultusministers. Das Ministerium sponserte den dritten Preis und weitere Sachpreise.

"Die Preisträgerinnen haben in ihren Vorträgen und Hausarbeiten gezeigt, dass sie wissenschaftlich arbeiten können", berichtet Jurymitglied Dr. Friederike Heubner. "Denn sie mussten sich nicht nur selbst ein Thema suchen, sondern auch Literaturrecherchen durchführen und mit Originalquellen arbeiten", ergänzt die Altertumswissenschaftlerin von der Universität Jena.

Für ihre Hausarbeiten konnten sie aus fünf Rahmenthemen wählen, die so angelegt sind, dass von der Antike in die Moderne eine Brücke geschlagen werden muss. So hat sich Stefanie Schuh in ihrer Arbeit anhand von Ovids Metamorphose über Narziss und Echo mit dem Thema Narzissmus auseinandergesetzt und spannte dabei den Bogen bis zur Psychoanalyse Sigmund Freuds. Kathleen Hildebrand untersuchte den Einfluss des Dichters Horaz auf die Lyrik Berthold Brechts. "Diese Themenauswahl beweist einmal mehr, dass sich die Arbeit von Altertumswissenschaftlern nicht auf die Beschäftigung mit so genannten toten Sprachen beschränkt", so Heubner, "sondern, dass die antike Kultur in vielfältiger Weise heute weiterlebt und in Wissenschaft, Kunst und Kultur rezipiert wird."
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