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Ausonius-Preis 2004 geht an Züricher Wissenschaftler

25.06.2004 - (idw) Universität Trier

Festvortrag zum Thema "Von den Heiden lernen: Verfahren der Verteidigung und Aneignung paganer Traditionen im Christentum"

Zum siebten Mal wird der Ausonius-Preis an der Universität Trier am Freitag, den 2. Juli 2004 (18.00 Uhr c.t., Hörsaal I), im Rahmen einer Festveranstaltung verliehen. Preisträger ist dieses Mal der Mittellateiner Professor Dr. Peter Stotz von der Universität Zürich. Durch die Verleihung des Ausonius-Preises 2004 werden die herausragenden Leistungen des Preisträgers in der Erforschung der Spätantike und des Mittelalters gewürdigt. Besonders wird Prof. Stotz für eine geradezu als Jahrhundertwerk zu bezeichnende Leistung geehrt. Diese besteht in dem 5-bändigen Handbuch zur lateinischen Sprache des Mittelalters, das in den Jahren 1984 bis 1992 erarbeitet wurde und in Kürze mit dem 5. Band vollständig erschienen sein wird.

Prof. Stotz wird einen Festvortrag zu dem literaturwissenschaftlichen Thema "Von den Heiden lernen: Verfahren der Verteidigung und Aneignung paganer Traditionen im Christentum" halten. Er hat damit ein Thema gewählt, mit dem er eine Fülle von Fächern ansprechen möchte.
Der Preisträger ist Inhaber des Lehrstuhls für Mittellateinische Philologie an der Universität Zürich. Seine wissenschaftlichen Arbeiten weisen ihn als latinistischen Generalisten aus, der mit seinen Forschungen einen Zeitraum von fast 2000 Jahren umspannt. Seine Arbeiten gelten Detailstudien sowie größeren Fragenkomplexen. Als Beispiel möge das 1982 erschienene Standardwerk zur sapphischen Dichtung dienen. Dort vermittelt Prof. Stotz einen Überblick der Verwendung des sapphischen Versmaßes von den Tragödien Senecas bis ins 12. Jahrhundert. Prof. Stotz kann im wahrsten Sinne des Wortes als europäischer Gelehrter alter Prägung bezeichnet werden. Fächerübergreifend nimmt er die gesamte lateinische Kultur des Abendlandes in den Blick. Dies dokumentiert auch seine Lehrtätigkeit.

Der Ausonius-Preis wird jährlich in Anerkennung einer herausragenden wissenschaftlichen Arbeit oder eines wissenschaftlichen Gesamtwerkes in der Klassischen Philologie oder der Alten Geschichte verliehen.
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