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Gute Noten für zwei Leibniz-Institute - Leibniz-Senat verabschiedet Förderempfehlungen

25.06.2004 - (idw) Leibniz-Gemeinschaft

Bonn/Berlin. Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft hat auf seiner Sitzung am 23. Juni 2004 in Bonn Empfehlungen zur weiteren Förderung von zwei Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft verabschiedet. Beiden Einrichtungen - dem Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik in Berlin (WIAS) sowie dem Fachinformationszentrum Karlsruhe (FIZ Karlsruhe) - bescheinigt er hohe Qualität und überregionale Bedeutung. Der Senat empfiehlt Bund und Ländern, die Einrichtungen weiterhin gemeinsam zu fördern.

Das Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik in Berlin betreibt nach Einschätzung des Leibniz-Senats erstklassige Forschung und anwendungsnahe Methodenentwicklung auf dem Gebiet der angewandten Mathematik. Seine Arbeitsgruppen weisen sehr gute, teilweise exzellente Arbeitsergebnisse von internationalem Rang aus. Dem aus der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR hervorgegangenen Institut sei es gelungen, eine Reihe exzellenter junger Mathematikerinnen und Mathematiker zu integrieren.
Angewandte Mathematik ist heute eine Schlüsseltechnologie im Hochtechnologiebereich. Der Senat würdigt die führende Rolle des WIAS bei der Einwerbung des DFG-Forschungszentrums "Mathematik für Schlüsseltechnologien" zusammen mit den drei Berliner Hochschulen und dem Konrad-Zuse-Zentrum für Informationstechnik. Berlin verfügt damit in der Angewandten Mathematik über ein Kompetenz-Cluster, das in der nationalen und internationalen Wissenschaftslandschaft sehr gut positioniert ist. Das Beispiel zeigt nach Einschätzung des Senats, wie in einer hochgradig vernetzten Wissenschaftslandschaft eine außeruniversitäre Einrichtung wie das WIAS Synergien schaffen kann, von denen insbesondere auch die Hochschulen in Deutschland profitieren.
Das Fachinformationszentrum Karlsruhe ist der wichtigste Anbieter naturwissenschaftlicher und technischer Fachinformation im deutschsprachigen Raum ist. Mit seinen Informationsdienstleistungen insbesondere in den Bereichen Patente und Chemie bietet das FIZ Karlsruhe nach dem Urteil des Leibniz-Senats einen herausragenden Service für Wissenschaft und Wirtschaft. Auch auf europäischer und internationaler Ebene nehme das FIZ Karlsruhe mit seinen Verbundpartnern eine bedeutende Position ein. Der Senat empfiehlt, die Angebote des FIZ Karlsruhe mit denen des Fachinformationszentrums Chemie (FIZ Chemie) zu bündeln und in eine strategische Partnerschaft einzubringen. Dieser Schritt sichere den internationalen Rang der beiden öffentlich geförderten Informationsdienstleister im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. Eine entsprechende Empfehlung hat der Senat der Leibniz-Gemeinschaft bereits im März 2004 zum FIZ Chemie gegeben. Eine schriftliche Vereinbarung über eine strategische Partnerschaft wurde von den Leitungen beider Zentren am 16. Juni 2004 unterzeichnet. In diese Kooperation sollten alle öffentlich geförderten Informationsdienstleister einbezogen werden.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft evaluiert mindestens alle sieben Jahre die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft. Auf dieser Grundlage stellen Bund und Länder in der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) fest, ob die Voraussetzungen für die weitere Förderung gegeben sind. Die Stellungnahmen des Senats können unter www.wgl.de/evaluation, Menüpunkt "Senatsstellungnahmen", eingesehen und heruntergeladen werden.
Zur Leibniz-Gemeinschaft gehören 80 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Leibniz-Institute arbeiten nachfrageorientiert, interdisziplinär und im gesamtstaatlichen Interesse. Die Institute beschäftigen rund 12.400 Mitarbeiter, ihr Gesamtetat beträgt 950 Millionen Euro. Sie werden gemeinsam von Bund und Ländern finanziert.

Ansprechpartner für Informationen zum Evaluationsverfahren: Ludger Viehoff, Leiter des Referats Evaluierung der Leibniz-Gemeinschaft, Tel.: 0228 30815 220 oder viehoff@wgl.de.

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