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TU Berlin verleiht die Ehrendoktorwürde an Heinrich von Pierer

28.06.2004 - (idw) Technische Universität Berlin

SPERRFRIST: 9. Juli 2004, 14.00 UHR

Für seine außerordentlichen Verdienste für die Förderung der Weiterentwicklung der Elektrotechnik, der Informations- und Kommunikationstechnik verleiht die Technische Universität Berlin die akademische Würde eines Doktor-Ingenieur Ehren halber (Dr.-Ing. E.h.) an Dr. Dr. h.c. mult.
Heinrich von Pierer, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.

Zur Verleihung der Ehrendoktorwürde möchten wir Sie hiermit herzlich einladen.

Zeit: am Freitag, dem 9. Juli 2004, 14.00 Uhr

Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Raum H 1035, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Der 1941 in Erlangen geborene Heinrich von Pierer studierte Rechtswissenschaft und Volkswirtschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg. 1968 promovierte er im Fach Jura. Das Studium der Volkswirtschaft schloss er 1969 mit dem Diplom ab. Im selben Jahr begann Heinrich von Pierer seine Laufbahn bei Siemens. Nach seinem Einstieg in die Rechtsabteilung des Zentralbereichs Finanzen wechselte er 1977 in die damals selbstständige Kraftwerk Union AG (KWU). Dort war er in leitenden Positionen mit Projekten im In- und Ausland beschäftigt. 1988 wurde Heinrich von Pierer kaufmännischer Leiter und Mitglied des KWU-Bereichsvorstandes, 1989 dessen Vorsitzender und zugleich Mitglied des Vorstandes der Siemens AG. Ein Jahr später wurde er in den Siemens-Zentralvorstand berufen und 1991 zum stellvertretenden Vorsitzenden des Siemens-Vorstands ernannt. Seit 1992 ist er Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG.
Heinrich von Pierer ist seit 1993 Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA). Für sein gesellschaftliches Engagement erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem das große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, den Bayrischen Verdienstorden, den Scopus Award der hebräischen Universität Jerusalem, den World Business Award, den Global Leadership Award. Neben seinen Verpflichtungen in der Wirtschaft setzt sich Heinrich von Pierer insbesondere für die Verbesserung der Qualität des Bildungssystems ein. Er ist unter anderem im Beirat der acatech (Konvent für Technikwissenschaft der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften).
Siemens hat sich während der Amtszeit von Pierer grundsätzlich gewandelt. Aus einem klassischen Industrieunternehmen der Elektrotechnik ist ein global ausgerichteter Elektronik-Konzern geworden. Obwohl er eine juristische und volkswirtschaftliche Vorbildung hat, wird ihm in Fachkreisen ein Weitblick für die Entwicklung neuer Techniken und Technologien zugeschrieben. Sowohl im Bereich der Energietechnik als auch auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnik hat er für das Unternehmen Siemens richtungsweisende Wege eingeschlagen.

Heinrich von Pierer sieht in der Grundlagenforschung eine wichtige Basis für Innovationen, und er setzt sich für eine noch engere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft ein.

Das Unternehmen Siemens ist mit der Technischen Universität Berlin und ganz besonders ihrer Elektrotechnik seit mehr als 100 Jahren eng verbunden. 1882 hielt Prof. Adolf Slaby die ersten elektrotechnischen Vorlesungen aufgrund von Anregungen durch Werner von Siemens. Die gegenseitige Nähe von TU Berlin und der Siemens AG hat zahlreiche wichtige Auswirkungen gehabt. Aktuelle wissenschaftliche Kooperationen sind auf wichtige Innovationsfelder gerichtet wie der Opto- und Mikroelektronik, der Energietechnik, der Meß- und Automatisierungstechnik, der Kommunikationstechnik oder der Softwaretechnik. Aber auch andere Fachgebiete der TU Berlin arbeiten erfolgreich mit der Siemens AG zusammen. Ein großes gemeinsames Projekt in diesem Bereich ist das Center für Wandel und Wissensmanagement (CWW Siemens). Ziel des CWW Siemens ist es, durch die Beteiligung hochrangiger, international erfahrener Manager an der universitären Ausbildung und durch den wechselseitigen Austausch von Fach- und Methodenwissen, die Praxisorientierung sowie Innovationsbereitschaft und -fähigkeit der Studierenden zu steigern und sie für Problemstellungen und Anforderungen der Praxis zu sensibilisieren.


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Kristina R. Zerges, Leiterin Presse- und Informationsreferat der TU Berlin, Tel.: 030/314-23922, Mail: pressestelle@tu-berlin.de
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