EURO Goldmedall nach Berlin30.06.2004 - (idw) DFG Forschungszentrum Mathematik für Schlüsseltechnologien
Die Europäischen Gesellschaften für Operations Research zeichnen den Berliner Mathematiker Martin Grötschel mit der Gold Medaille der "Association of European Operational Societies" (EURO) aus.
Prof. Dr. Martin Grötschel, Mathematik-Professor an der TU Berlin, Sprecher des DFG-Forschungszentrums "Mathematik für Schlüsseltechnologien" und Vizepräsident des Konrad-Zuse-Zentrums Berlin (ZIB), wird am 5. Juli 2004 während der Eröffnungsfeier der 20. European Conference on Operational Research (EURO 2004) auf der griechischen Insel Rhodos mit der Gold Medaille der "Association of European Operational Societies" (EURO) ausgezeichnet. Operations Research beschäftigt sich mit der interdisziplinären Lösung von Planungsproblemen in Wirtschaft, Technik, Informatik und Medizin. Es ist dabei geprägt durch die Zusammenarbeit von Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Prof. Grötschel erhält diesen Wissenschaftspreis für seine besonderen Verdienste bei der Entwicklung mathematischer Methoden des Operations Research und bei der Anwendung dieser Verfahren in der Praxis. Das Spektrum der von Prof. Grötschel bearbeiteten Praxisprobleme reicht von der Produktionsplanung in der Elektro-, Chemie- und Autoindustrie, dem Entwurf von Computer-Chips, der innerbetrieblichen Logistik, der Fuhrparkplanung, der Optimierung von Telekommunikationsnetzen bis hin zur optimalen Einsatzplanung im öffentlichen Nahverkehr.Die EURO Gold Medaille ist die höchste Auszeichnung des Operations Research in Europa. Prof. Grötschel ist erst der zweite Deutsche, dem dieser seit 1985 verliehene Preis zuerkannt wird. Die Vereinigung der Europäischen Gesellschaften für Operations Research wurde 1975 von elf nationalen Gesellschaften gegründet. Heute gehören ihr 29 Verbände aus Europa und über 10.000 Einzelmitglieder an.
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