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Marsforschung an der TU Berlin geht weiter

01.07.2004 - (idw) Technische Universität Berlin

Wissenschaftler erarbeiten Karten vom Roten Planeten - Projekt weiter gefördert

Weitere 260.000 Euro erhält das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin aus dem Bundeshaushalt für die weitere Marserkundung. Die TU-Wissenschaftler entwickeln Software, um Präzisionskarten der Marsoberfläche zu erstellen. Das Institut verarbeitet dabei die Daten der hochauflösenden Stereokamera (HRSC) der ersten europäischen Mission "Mars-Express".

Die Projektdirektion Raumfahrt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat dem Geodäsie-Institut die weitere Förderung bewilligt, um das Vorhaben "Software Development and Technical Support for Cartographic Data Processing", das von TU-Professor Dr.-Ing. Jörg Albertz geleitet wird, zunächst bis zum 31.12.2006 fortzusetzen. Das Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik der TU Berlin arbeitet dabei eng mit dem Institut für Planetenforschung des DLR in Berlin-Adlershof zusammen. Mit der Software "PIMap" werden die Bilddaten ausgewertet, die die hochauflösende Stereokamera HRSC (High Resolution Stereo Camera) aus etwa 250 Kilometern Höhe vom Mars aufnimmt. Aus diesen Daten entstehen sowohl topographische als auch thematische Karten unseres Nachbarplaneten Mars.

Das neue Standard-Kartenwerk heißt "Topographic Image Map Mars 1 : 200 000". Die gesamte Mars-Oberfläche wird in 10 372 Kartenblätter eingeteilt und gibt sie flächentreu wieder. Wissenschaftlich besonders interessante Gebiete werden auch in Karten größerer Maßstäbe abgebildet. Eine Besonderheit der Software besteht darin, dass der Prozess der Kartenerstellung weitgehend automatisiert erfolgen kann. Sie berechnet die grafischen Bestandteile eines Kartenblattes automatisch und fügt sie anschließend zum Kartenprodukt zusammen. Dieses wird visuell überprüft und - soweit erforderlich - interaktiv optimiert.

Das Forschungsprogramm "HRSC on Mars Express" der European Space Agency (ESA) steht unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Gerhard Neukum. Durch ihre Mitwirkung an diesem Programm leistet die TU Berlin einen grundlegenden Beitrag zur gegenwärtigen und zukünftigen Planetenerkundung.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Prof. Dr.-Ing. Jörg Albertz, Technische Universität Berlin, Institut für Geodäsie und Geoinformationstechnik, Tel. 030/314-23331, E-Mail: albertz@fpk.tu-berlin.de; Dipl.-Ing. Stephan Gehrke, Tel. 030/314-24409, E-Mail: stephan@fpk.tu-berlin.de; Dipl.-Ing. Hartmut Lehmann, Tel. 030/314-26398, E-Mail: hartmut@fpk.tu-berlin.de

Diese Medieninformation finden Sie auch im Internet unter der Adresse:
http://www.tu-berlin.de/presse/pi/2004/pi185.htm
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