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Jura studieren mit Berufshorizont

01.07.2004 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Das Dekanat der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg geht neue Wege, um Studierende auf den Beruf vorzubereiten - Gefragt sind nicht nur Intelligenz und Faktenwissen

Der Ruf der Juristischen Fakultät Heidelberg hilft so manchem Berufsanfänger auf den Startblock. Das allein jedoch erscheint dem Dekanat nicht ausreichend. Es geht neue, zusätzliche Wege. Die Studienanfänger aus zwei Semestern wurden 2002/2003 zum Jobfidence®-Verfahren gebeten, dessen Messwerte in verschiedenen Einsatzgebieten Beachtung finden - von der Polizeiausbildung über Lehrereinsatz und Trainéeprogramme bis hin zum Leistungs-Check ganzer Management-Ebenen. Die gleichen Teilnehmer werden jetzt, nach zweijähriger Studierzeit, zum zweiten Messprogramm eingeladen. Sie erfahren nun nach gesicherter Messung, wo ihre Stärken und Schwächen liegen - als Examenskandidaten und als angehende Juristen.

Überdies kann sich jeder Teilnehmer noch bis einschließlich Juli 2006 per e-mail oder Telefon psychologischen Rat in etwaigen schwierigen Studien-, Examens- oder Bewerbungssituationen holen.

Das Konzept der Fakultät ist auf die Studier- und Berufspraxis zugeschnitten. Es geht ihr nicht allein um Intelligenz und Faktenwissen, sondern genauso um schlichte lebenspraktische Fragen. Das reicht von der Einstellung zu Regelwerken und Pflichten, von der Ausrichtung des Leistungsdenkens und der Elastizität in Drucksituationen bis hin zu den persönlichen Strategien bei der Bewältigung von unerwarteten Hindernissen. "Bewährung im Studium und im Beruf liegen viel näher beieinander, als viele der heute üblichen Aufnahmeprüfungen unterstellen", bestätigt Projektleiterin Dipl.-Psych. Ute Klarius, Schülerin des Nestors wissenschaftlicher Arbeits- und Betriebspsychologie, Prof. Winfried Hacker. "Die meisten Studierenden müssen heute ihren Alltag mit hohem Aufwand einrichten - wer daran scheitert, dem hilft auch ein hohes Intelligenzpotenzial nicht weiter." Den oft zitierten Studienabbrechern, so Klarius, fehle es meistens nicht etwa an Intelligenz, sondern an der Bewältigung der Alltagsanforderungen. Die Fakultät will die wissenschaftliche Auswertung ihrer Initiative der Studienberatung zur Verfügung stellen, um künftig eine breitere Beratungsbasis nutzen zu können.

Rückfragen bitte an:
Rainer Keil, Juristische Fakultät der Universität Heidelberg
Tel. 06221 547442
jur.fak@jurs.uni-heidelberg.de

und
Dipl.-Psych. Ute Klarius, teme GmbH, Jobfidence Fachgruppe, Wien
u.klarius@jobfidence.com

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher der Universität Heidelberg
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de

und
Irene Thewalt
presse@rektorat.uni-heidelberg.de
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