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Schlüsseltechnologie mit Zukunft

02.07.2004 - (idw) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Neustart der postgraduellen Weiterbildung Bioinformatik im Oktober 2004 - Universität Heidelberg und SRH Hochschulen gGmbH werden in der Weiterbildung zusammenarbeiten - Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung

Industrie und Hochschulen klagen über einen Mangel an Wissenschaftlern, die neben einer biologischen und medizinischen Ausbildung fundierte Kenntnisse in Mathematik und Informatik haben. Diese Kenntnisse werden im Zuge des zunehmenden Einsatzes quantitativer Verfahren und Modelle in der Biologie immer wichtiger. Jedoch gibt es derzeit nur wenige Möglichkeiten, sich in diesem Fach zu qualifizieren.

Bisherige Methoden der Datenerfassung und der gezielte Zugriff auf Datenbanken allein reichen in den aktuellen Einsatzgebieten der Bioinformatik wie Pharmazie oder Molekularer Medizin schon lange nicht mehr aus. Vielmehr kann eine spezifische Datenanalyse heutzutage nur noch mit modernsten Methoden der Informatik realisiert werden. Dazu gehören zum Beispiel Methoden zur Interpretation von Gen- und Proteinsequenzen oder die computergestützte Neugestaltung von Molekülen. In der noch jungen Disziplin Bioinformatik werden die Biologie und Informatik interdisziplinär verknüpft.

Die Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung schließt mit der postgraduellen Weiterbildung Bioinformatik eine Lücke in der deutschen Bildungslandschaft. Sie bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine einzigartige Möglichkeit, berufsbegleitend eine einjährige Weiterbildung zu absolvieren und sich damit ein hochaktuelles Spezialwissen anzueignen.

Das Programm wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Roland Eils, Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Heidelberg, und Prof. Dr. Martin Vingron, Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik, Berlin, durchgeführt. Die Klaus Tschira Stiftung gGmbH unterstützt die Teilnahme junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler durch die Bereitstellung von acht Stipendien in Höhe des Teilnahmeentgelts (Bewerbungsfrist 23. Juli 2004). Das Curriculum orientiert sich an der Rahmenempfehlung der Gesellschaft für Informatik - Fachgruppe Informatik in den Biowissenschaften.

Die postgraduelle Weiterbildung Bioinformatik richtet sich an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Industrie und Hochschule, die ein Studium der Biologie, Informatik, Chemie, Physik, Mathematik, Medizin oder Pharmazie absolviert haben. Sie beginnt am 6. Oktober 2004, Bewerbungsschluss ist am 30. Juli 2004.

Das Teilnahmeentgelt beträgt 6.500 Euro; für Universitätsangehörige 4.500 Euro.

In Zukunft wollen die Universität und die SRH Hochschulen gGmbH in der wissenschaftlichen Weiterbildung zusammenarbeiten. Die Universität ist als Trägerin der Programme für Weiterentwicklung bestehender und die Entwicklung neuer Programme verantwortlich. Die SRH Hochschulen gGmbH wird ihre Kompetenzen in der Organisation und im Management von Weiterbildungsaktivitäten beisteuern.

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Barz
Universität Heidelberg
Direktor des Zentrums für Studienberatung und Weiterbildung, Friedrich-Ebert-Anlage 62, 69117 Heidelberg

Tel. 06221 542451, Fax 543850
andreas.barz@urz.uni-heidelberg.de

Petra Nellen
Akademie für Wissenschaftliche Weiterbildung
Friedrich-Ebert-Anlage 22-24, 69117 Heidelberg
Tel. 06221 547810, Fax 547819
afw@uni-hd.de
http://www.akademie-fuer-weiterbildung.de

Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz
Pressesprecher der Universität Heidelberg
Tel. 06221 542310, Fax 542317
michael.schwarz@rektorat.uni-heidelberg.de
http://www.uni-heidelberg.de/presse
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