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Umweltpolitische Handlungsfähigkeit sichern! - Prof. Michaelis präentiert das "Umweltgutachten 2004"

02.07.2004 - (idw) Universität Augsburg

Sachverständigenratsmitglied Michaelis präsentiert das "Umweltgutachten 2004" / Und am 8. Juli thematisiert das Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg den globalen Klimawandel als ökonomische Herausforderung


Dem komplexem Verhältnis von Ökonomie und Ökologie widmen sich zwei Veranstaltungen, die Mitglieder des Instituts für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg zu den diesjährigen Tagen der Forschung beisteuern. Am 6. Juli stellt Prof. Dr. Peter Michaelis, Inhaber des Augsburger VWL-Lehrstuhls mit Schwerpunkt Umwelt- und Ressourcenökonomie und selbst Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen, das von diesem Beratungsgremium der Bundesregierung erarbeitete "Umweltgutachten 2004" vor. Am 8. Juli moderiert Michaelis eine Vortragsveranstaltung, bei der drei seiner Kollegen mit unterschiedlichen Akzentsetzungen den globalen Klimawandel als ökonomische Herausforderung thematisieren.


SRU-Mitglied Prof. Dr. Peter Michaelis, als VWL-Ordinarius an der Universität Augsburg auf Umwelt- und Ressourcenökonomie spezialisiert, stellt am 6. Juni das "Umweltgutachten 2004" vor. Foto: Ruff
Als wissenschaftliches Beratungsgremium der Bundesregierung hat der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen (SRU) den Auftrag, die Umweltsituation und Umweltpolitik in der Bundesrepublik Deutschland und deren Entwicklungstendenzen darzustellen und zu begutachten und zugleich umweltpolitische Fehlentwicklungen sowie Möglichkeiten zu deren Vermeidung oder Beseitigung aufzuzeigen.

Seit August 2000 ist Prof. Dr. Peter Michaelis ist seit August 2000 SRU-Mitglied. Er arbeitet im Forschungsbereich der Umwelt- und Ressourcenökonomie an Problemanalysen im ökonomischen System sowie an der Ausgestaltung einer effizienten Umweltpolitik. Im Umweltrat ist er für ökonomische Fragestellungen in der Politikberatung zuständig.

In seinen regelmäßig erscheinenden Gutachten beschreibt und kommentiert der Umweltrat aktuelle umweltpolitische Entwicklungen und vertieft dabei jeweils einige Schwerpunkthemen. Vor knapp zwei Monaten mit dem Untertitel "Umweltpolitische Handlungsfähigkeit sichern" an Bundesumweltminister Jürgen Trittin übergeben, konzentriert sich das "Umweltgutachten 2004" (siehe http://www.umweltrat.de) auf die folgenden Empfehlungen:
* Klimaschutz: Historische Chance der Kraftwerkserneuerung zur Abkehr vom Kohlepfad nutzen
* Naturschutz: Europäisches Schutzgebietsnetz endlich verwirklichen
* Landwirtschaft: Umweltschutz honorieren statt Belastungen subventionieren
* Bodenschutz: Flächenverbrauch senken und Altlasten sanieren
* Grüne Gentechnik und Ökologische Landwirtschaft: Koexistenz sichern und Wahlfreiheit ermöglichen
* Gewässerschutz: Neue Europäische Qualitätsziele umsetzen
* Luftreinhaltung: Emissionen aus Verkehr und Landwirtschaft weiter mindern
* Lärmschutz: Schutz vor Fluglärm endlich durchsetzen
* Abfallpolitik: Hohe Entsorgungsstandards für Europa sicherstellen
* Chemikalienpolitik: 30 000 Stoffe auf den Prüfstand stellen
* Neue gesundheitsbezogene Umweltrisiken ernst nehmen
* Handlungsfähigkeit der Umweltpolitik in Deutschland und Europa sichern

Michaelis präsentiert dieses Gutachten an der Universität Augsburg am Dienstag, dem 6. Juli, ab 18.00 Uhr im HS 1001 des Hörsaalzentrums Wirtschaftswissenschaften, Universitätsstraße 20.

AM 8. JULI: GLOBALER KLIMAWANDEL ALS ÖKONOMISCHE HERAUSFORDERUNG

Angesichts der ernorme Folgen für die ökologischen und die ökonomischen Systeme der Menschheit, die von der Erwärmung der Erdatmosphäre zu erwarten sind, ist v. a. auch die Wirtschaftswissenschaft aufgerufen, sich intensiv mit den Herausforderungen des globalen Klimawandel auseinanderzusetzen. Drei Wissenschaftler, die am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Augsburg an diesen komplexen Fragestellungen arbeiten, stellen bei den Tagen der Forschung am 8. Juli einige Resultate ihrer Arbeit vor: PD Dr. Günter Lang erörtert die Auswirkungen der Klimaänderung am Beispiel Landwirtschaft, Prof. Dr. Fritz Rahmeyer diskutiert die europäische Klimapolitik mit handelbaren Emissionslizenzen und Peter Zerle fragt, ob die Selbstverpflichtung der deutschen Wirtschaft ein geeignetes Instrument zur Klimavorsorge ist.

Die von Prof. Dr. Peter Michaelis moderierte Vortragsveranstaltung beginnt um 12.15 Uhr im Raum 2105 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

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