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Frauen gründen vielfältiger

07.07.2004 - (idw) Universität Hohenheim

"Hohenheimer Erklärung" als Ergebnis der Auftakttagung von Deutschlands erster "bundesweiten gründerinnenagentur" (bga)
Gründerinnen orientieren sich nicht unbedingt an männlichen Modellen; sie setzen an ihren eigenen Stärken an. Die Vielfalt der Gründung von Frauen, die Motive der Frauen, ihre Leistungsbereitschaft, ihr Engagement und ihre Kreativität machen sie zu einem wichtigen Motor der Volkswirtschaft. Hierfür adäquate Rahmenbedingungen zu schaffen ist eine wichtige wirtschafts- und gesellschaftspolitische Aufgabe. So lauten zentrale Ergebnisse der ersten Tagung der "bundesweiten gründerinnenagentur (bga)", zu der aus dem gesamten Bundesgebiet VertreterInnen aus Praxis und Forschung zum Dialog zusammenkamen.

Als wesentliche Aspekte über Gründungen von Frauen, wurde in der "Ersten Hohenheimer Erklärung zur Gründungsförderung von Frauen" festgehalten, dass die Heterogenität der Gründungen von Frauen anerkannt werden muss, dass Gründungen von Frauen als ein individueller, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prozess verstanden, beforscht, und gefördert werden muss; als Voraussetzung und Chance für Gründerinnen, dass unternehmerische Selbstständigkeit als Prozess in ganzheitlichen Lebenskonzepten von Frauen anerkannt, gewertschätzt und als gesellschaftliches Innovationspotenzial genutzt werden muss und schließlich, dass das Gründungsverhalten von Frauen den Wandel der Erwerbsformen anleitet.

Die Tagung, die am 28./29. Juni 2004 an der Universität Hohenheim stattfand, stand unter dem Motto "Frauen, Gründung, Förderung. Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis der Förderung." Die bga wird von den drei Bundesministerien Bildung und Forschung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie Wirtschaft und Arbeit finanziert. Das zeigt, dass es sich beim Thema Gründung von Frauen um ein komplexes Querschnittsthema handelt, das nicht beim Arbeitsmarkt Halt machen kann, sondern neben wirtschaftlichen auch familienspezifische und bildungsspezifische Aspekte zu integrieren hat.

Die Ursachen dafür, dass Gründungen von Frauen einerseits vielfältiger sind, dass Frauen in Deutschland andererseits seltener gründen als in vielen anderen europäischen Ländern, wurden neben individuellen Motiven im politischen Umfeld der Förderung, im gesellschaftlichen Umfeld des Stellenwertes weiblicher Gründerinnen und der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit sowie im kulturellen Umfeld der Akzeptanz von Unternehmerinnen identifiziert.

Deutschlands erste "bundesweite gründerinnenagentur" ein Projekt des Landesgewerbeamt-ifex und der Innovation und Bildung Hohenheim GmbH, einer 100prozentigen Tochter der Universität Hohenheim. Dabei handelt es sich weniger um die erste Institution, die bundesweit die vielen Gründerinnen-Initiativen bündelte und good practices sammelte. Die Tagung wurde unter weiterer Mitwirkung von dem Center of Entrepreneurship der Universität Hohenheim und dem Heidelberger Institut für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (HIFI) e.V. durchgeführt.

Weitere Informationen auch unter: www.gruenderinnenagentur.de

Nähere Informationen:

Ingrid Katz, Projektleiterin
c/o Innovation und Bildung Hohenheim GmbH, Wollgrasweg 49, 70599 Stuttgart
Tel.: 0711/ 451017 -206, Fax 0711/451017-220,
Email: katz@ibh.uni-hohenheim.de
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