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Hochschulentwicklung in Nds. Präsidentin schaut zuversichtlich aber auch mit Sorge in die Zukunft

07.07.2004 - (idw) Fachhochschule Oldenburg / Ostfriesland / Wilhelmshaven

Das Ergebnis der Haushaltsdebatte vom 29./30. Juni im Niedersächsischen Landtag stimmt die Präsidentin der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven Prof. Dr. Anne Friedrichs zuversichtlich. "Hätte doch eine neue Sparrunde an der FH OOW Schließungen von Studiengängen und weitere tiefgreifende Umstrukturierungen zur Folge gehabt", so die Präsidentin. Sie hält die Entscheidung des Kabinetts, keine weiteren Kürzungen der Haushalte der Hochschulen vorzunehmen, für verantwortungsvoll. Der Minister und das Kabinett hätten sich damit nachhaltig für eine Priorität von Bildung und Hochschulen in Niedersachsen eingesetzt.

"Sorge hingegen bereitet uns das Parteiengerangel im Rahmen der Diskussion um die Eliteförderung von Hochschulen" so die Präsidentin weiter. Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn hatte nach einem Treffen mit den Wirtschaftsministern der Länder angekündigt, dass bis 2010 rund 1,9 Milliarden Euro in den Aus- und Aufbau der Eliteförderung an Universitäten und Fachhochschulen investiert werden sollen. Diese Entscheidung wurde gerade von den Wissenschaftsministerinnen und -ministern von Bund und Ländern beraten und vertagt, weil zunächst über eine Neuordnung der Bund-Länder-Zuständigkeiten im Bildungsbereich verhandelt werden soll.
"Bleibt zu befürchten, dass dieses wichtige Thema für die Hochschulen nicht nur verschoben, sondern ganz zu den Akten gelegt wird", so Friedrichs, die in diesem Zusammenhang deutlich macht, dass Hochschulen diese Förderung dringend benötigen.

Die Präsidentin der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Hochschulen bei steigender Studierendenzahl bereits zahlreiche zusätzliche Aufgaben übernehmen, ohne diese gesondert vom Land finanziert zu bekommen. "Wir mobilisieren unsere letzten Kräfte um studentische Lehrevaluation und demnächst auch das Auswahlverfahren der zukünftigen Studierenden sicher zu stellen".

Überdies garantiert die FH OOW bereits zum Wintersemester 2005/2006 internationale Standards, die bis 2010 an allen Hochschulen der EU eingeführt werden müssen. Der Senat der Fachhochschule hat den Weg zur Aufnahme von Bachelor- und Masterstudiengängen frei gemacht, so dass die Hochschule diese tiefgreifende Studienreform umsetzen kann, die von den Wissenschaftsministern in den Bologna-Beschlüssen verbindlich festgelegt wurde.
"Diese Umstellung stellt derzeit eine der größten Herausforderungen an die Hochschulen dar", betont Friedrichs und begrüßt gleichzeitig den raschen Umsetzungswillen und das große Engagement der Fachbereiche.
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