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Preisfrage 2004: "Welche Sprache spricht Europa?"

08.07.2004 - (idw) Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforsc

"Welche Sprache spricht Europa?" lautet die vierte Preisfrage der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Die Frage wurde von Julia Fischer, der neuen Vorstandssprecherin, in Form einer Audiopräsentation bei der Festveranstaltung der Jungen Akademie am 3. Juli 2004 in Halle an der Saale bekannt gegeben.

Unverändert neugierig auf den einmal angestoßenen Dialog mit der Gesellschaft wenden sich die Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Jungen Akademie zum vierten Mal mit einer Preisfrage an die Öffentlichkeit, um das begonnene Gespräch fortzuführen und zu vertiefen. Auf die ersten Fragen - "Was ist es, das in uns schmerzt?" , "Was wollen wir wissen?" und "Was im Tier blickt uns an?" - hatte die Junge Akademie jeweils Hunderte von Antworten erhalten. Das Preisgeld in Höhe von insgesamt 9.000 EUR wird seit diesem Jahr gestiftet von der Commerzbank-Stiftung.

Ausschreibungstext (PDF) und Audiopräsentation (MP3) können von der Internetseite der Jungen Akademie heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:
unter www.diejungeakademie.de/preisfrage/index_5.htm oder beim Projektkoordinator der Jungen Akademie, Jürgen Hädrich, E-Mail: haedrich@diejungeakademie.de, Tel.: 030/20370-563.

Preisfrage 2004
Welche Sprache spricht Europa?

Was sind Preisfragen?
Akademische Preisfragen sind Kinder der Aufklärung. Keine Akademie, die etwas auf sich hielt, versäumte es im 18. Jahrhundert, einem gebildeten Publikum Fragen der Zeit zu stellen, um mit den Antworten dasselbe gebildete Publikum zu belehren und gelegentlich auch zu amüsieren. Im 19. Jahrhundert beteiligten sich die organisierte öffentliche Meinung und die Industrie am Fragenstellen, das sich mehr und mehr wissenschaftlich gebärdete. Zur klassischen Frage "Was ist Aufklärung?" gesellte sich am 1. Januar 1900 die Frage des Stahlkonzerns Krupp: "Was lernen wir aus den Prinzipien der Descendenztheorie in Beziehung auf die innerpolitische Entwickelung und Gesetzgebung der Staaten?" Interdisziplinarität und verbranntes Menschenfleisch lagen in den Antworten geborgen. Im 20. Jahrhundert ist das öffentliche akademische Fragenstellen mehr und mehr aus der Mode geraten. Die Akademien arbeiten, lange Zeit. Für Fragen haben sie keine Zeit.

Was will Die Junge Akademie?
Die Junge Akademie möchte nicht an eine Tradition anknüpfen. Dazu fühlt sie sich nicht berufen, und dafür fehlt ihr auch der Glaube daran, dass heute noch durch Preisaufgaben die wissenschaftliche Erkenntnis gefördert werden könnte. Aber die Junge Akademie ist neugierig. Sie will versuchen, den viel beschworenen und in ihrem Gründungsstatut als Aufgabe verankerten Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft auf eine neue alte Weise anzufachen. Einmal im Jahr, mit einer Preisfrage.

Wer kann antworten?
Teilnehmen kann jeder aus aller Welt, mit Ausnahme von Mitgliedern der Jungen Akademie. Die Beiträge dürfen allerdings weder veröffentlicht noch ausgestellt worden sein. Die Antworten, die wir bis zum 31. Dezember des Jahres erhoffen, mögen die Formen annehmen, die den Antwortenden angemessen erscheinen: ein Experiment, eine wissenschaftliche Abhandlung, ein Essay, ein Gedicht, ein naturwissenschaftliches Paper, eine Erzählung, jeweils kürzer als 30.000 Anschläge und in deutscher Sprache. Oder aber eine Komposition, ein Bild, eine Fotografie, ein Video, eine Installation, eine Skulptur. Mischungen aller Art sind willkommen.

Welche Preise gibt es?
Es werden drei Preise vergeben: ein erster Preis in Höhe von 5.000 Euro, ein zweiter Preis in Höhe von 2.500 Euro und ein dritter Preis in Höhe von 1.500 Euro. Die Preisträger werden von einer Jury, bestehend aus Mitgliedern der Jungen Akademie, ausgewählt. Die prämierten Arbeiten sowie weitere herausragende Beiträge werden veröffentlicht oder ausgestellt. Die Bekanntgabe der Preisträger und die Preisverleihung finden im Rahmen der Festveranstaltung der Jungen Akademie im Sommer 2005 statt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wie macht man mit?
Einsendungen sind bis zum 31.12.2004 (Datum des Poststempels) zu richten an die Geschäftsstelle der Jungen Akademie, Jägerstraße 22/23, 10117 Berlin, Telefon +49 (0)30 20370 - 650, Telefax +49 (0)30 20370 - 680, E-mail: office@diejungeakademie.de. Texte bitten wir in achtfacher Kopie einzureichen. Bildern, Skulpturen oder anderen Objekten sollte eine Abbildung des Werks beigelegt werden, wenn möglich eine digitale Fotografie. Versandkosten können nicht übernommen werden. Die Arbeiten dürfen keinen Hinweis auf den Urheber enthalten und sollten deshalb gesondert verpackt, gemeinsam mit einem separaten, den Absender kenntlich machenden Anschreiben verschickt werden. Die Geschäftsstelle der Jungen Akademie wird die eingesandten Arbeiten entsprechend kodieren und in dieser anonymisierten Weise der Jury übergeben.

Und wer ist Die Junge Akademie?

Die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina wurde im Jahr 2000 für zunächst zehn Jahre gegründet. Sie ist ein gemeinsames Projekt der beiden ältesten Wissenschaftsakademien Deutschlands zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Ihre Mitglieder, derzeit 60 junge Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum, widmen sich dem interdisziplinären wissenschaftlichen Diskurs und engagieren sich gemeinsam an den Schnittstellen von Wissenschaft und Gesellschaft. Weitere Informationen unter www.diejungeakademie.de.
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