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Datenmengen in den Naturwissenschaften beherrschen

02.07.2002 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Kleine Coimbra Group tagt am 5./6. Juli an der Uni Jena

Jena (02.07.02) Am 5. und 6. Juli trifft sich ein gutes Dutzend ausgewählter Wissenschaftler aus Bologna, Padua, Pavia, Siena, Heidelberg und Jena zu einem interdisziplinären Symposium an der Friedrich-Schiller-Universität. Das hochaktuelle Thema "Data Mining in Biology and Geosciences" führt Biologen, Geowissenschaftler und Informatiker in Jena zusammen. Sie diskutieren über neueste Trends bei der Verarbeitung, Bewertung und Interpretation großer Datenmengen in den modernen Naturwissenschaften und die Herausbildung neuer Wissenschaftsgebiete. Dazu zählt etwa die Bioinformatik - ein Fach, das man seit einem Jahr auch in Jena studieren kann. Berichtet wird aus Forschungsgebieten wie molekulare Evolution, Voraussage von Proteinstrukturen, Genomanalyse, Struktur-Eigenschaftsbeziehungen von Genomsequenzen, geologische Erkundung und Geochemie bis hin zu Anwendungen in der Wirtschaft.

Bereits zum achten Mal findet diese Art von Tagung statt. So wie immer unterschiedliche Universitäten als Gastgeber fungieren, stehen auch jedes Mal andere Themen aus Natur-, Geistes- oder Sozialwissenschaften im Mittelpunkt. "Die interdisziplinären Symposien sind ein fester Bestandteil der wissenschaftlichen Kooperation und des Austauschs zwischen den Partnern", sagt Dr. Jürgen Hendrich, Leiter des Akademischen Auslandsamts der Universität Jena. Darüber hinaus gehen Studierende zum Teilstudium an die Partneruniversitäten, und es finden Gastvorlesungen und Vorträge statt, oder man arbeitet gemeinsam in europäischen und internationalen Projekten. Begründet wurden diese vielfältigen Aktivitäten 1996. Damals vereinbarten die Universitäten Bologna, Heidelberg, Jena, Pavia und Siena den Austausch und eine verstärkte Zusammenarbeit, der sich später die Universitäten Padua und Graz anschlossen.

Alle Partner dieses Universitätsbundes gehören der Coimbra Group an. Das ist die Vereinigung traditionsreicher Universitäten Europas. Sie hat die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit in Forschung und Lehre sowie des Austauschs zum Ziel. Außerdem bemüht sich die Coimbra Group um die Gewährleistung hoher akademischer Standards und bringt entsprechend der Rolle und Verantwortung der Universitäten in der heutigen Zeit ihre Expertise und ihr Potenzial in den hochschulpolitischen Diskurs ein. Nicht zuletzt werden praktische Kooperations- und Hilfsprojekte in Europa und der Welt durchgeführt. Jena ist eine der vier deutschen Universitäten dieses Netzwerks, unter dessen 38 Mitgliedern sich nicht nur die ältesten, sondern zugleich Universitäten der absoluten Weltspitze befinden wie Bologna, Oxford, Cambridge, Poitiers, Uppsala, Groningen und Leuven.

"Obwohl die Coimbra Group in ganz Europa, aber auch in Lateinamerika, Afrika und Asien mit vielfältigen Initiativen und Projekten präsent und wirksam ist, kann die erfolgreiche Arbeit der italienisch-deutsch-österreichischen Gruppe auch innerhalb der Coimbra Group als Beispiel angesehen werden", meint Dr. Hendrich, der auch als Coimbra Group-Repräsentant der Jenaer Universität fungiert.

Beim diesjährigen Treffen in Jena werden die Vertreter der Partneruniversitäten erneut beraten, wie die Zusammenarbeit weiter ausgebaut und ertragreicher gestaltet werden kann. "Die italienischen Kollegen haben bereits angekündigt, dass sie neue Vorschläge im Gepäck haben", erwartet Hendrich anregende Gespräche.

Kontakt:
Dr. Jürgen Hendrich
Akademisches Auslandsamt der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Fürstengraben 1, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 931160
Fax: 03641 / 931162
E-Mail: aaa@uni-jena.de
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