Die Tragödie der Demokratischen Republik Kongo13.07.2004 - (idw) Technische Universität Clausthal
Der Dokumentarfilm "Lumumba" von Raoul Peck über den ersten kongolesischen Premierminister nach der Unabhängigkeit (1960) wird von der Afrikanischen Studentengemeinschaft Clausthal am 15. Juli um 20 Uhr im Audimax der TU Clausthal, Adolph-Roemer-Straße 2A gezeigt. Der Eintritt ist frei. Der Film wird im französischen Original mit deutschen Untertiteln aufgeführt.
Patrice Lumumba war der erste Premierminister des unabhängigen Kongo. Er war ein selbstbewusster Afrikaner, der eine indirekte Vorherrschaft der ehemaligen Kolonialmacht Belgien, wie sie von dieser angestrebt wurde, nicht akzeptieren wollte. In der Erregung des Kalten Krieges wurde er von den westlichen Staaten bald als Kommunist verunglimpft. Das belgische Außenministerium und die USA beschlossen, dass Lumumba beseitigt werden müsse, und spielten ihn seinem Kontrahenten Mobutu in die Hände, dessen Schergen Patrice Lumumba ermordeten. So ging die junge Demokratie unter, und es entstand die zweiunddreißig Jahre von den USA geförderte blutige Diktatur Mobutus. Der Fall ist exemplarisch für den Übergang vieler afrikanischer Staaten von der Kolonialzeit in die Unabhängigkeit.
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