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Heidrun Moll und Wolfgang Schneider neue Vizepräsidenten

22.07.2004 - (idw) Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Die Immunologin Heidrun Moll und der Entwicklungspsychologe Wolfgang Schneider sind die neuen Vizepräsidenten der Uni Würzburg. Der Erweiterte Senat der Hochschule wählte die beiden Professoren am 21. Juli. Beide erhielten je 44 von 47 Stimmen.


Bilden ab 1. Oktober 2004 die neue Hochschulleitung (von rechts): Vizepräsident Wolfgang Schneider, Präsident Axel Haase, Vizepräsident Georg Kaiser, Vizepräsidentin Heidrun Moll, Kanzler Bruno Forster und Vizepräsident Ulrich Sinn. Foto: Emmerich Kanzler Bruno Forster leitete die Wahl, die aus zwei Gründen stattfand: Zum einen musste ein Nachfolger für Peter Bofinger bestimmt werden. Dieser hatte im Hinblick auf seine Berufung in den "Rat der Weisen" darum gebeten, zum 1. Oktober von seinem Amt als Vizepräsident entbunden zu werden.

Zum anderen hatte Präsident Haase bei seinem Amtsantritt angekündigt, künftig vier statt drei Vizepräsidenten in die Leitungsgeschäfte der Universität einbinden zu wollen: "Dadurch kann sich die Hochschulleitung um einen weiteren wichtigen Geschäftsbereich kümmern, um die Förderung von Frauen und die Erhöhung der Zahl von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Professorinnen". Dementsprechend wurde nun auch eine Professorin gewählt.

Heidrun Moll wurde am 30. August 1957 in Weinheim an der Bergstraße geboren. Sie studierte Biologie in Konstanz, ihre Doktorarbeit fertigte sie am Max-Planck-Institut für Immunbiologie in Freiburg an. 1986 ging sie als Postdoc mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft nach Australien, wo sie am "Walter and Eliza Hall Institute of Medical Research" arbeitete.

1988 nach Deutschland zurückgekehrt, forschte sie weiter an der Uni Erlangen-Nürnberg und habilitierte sich dort 1993. Anschließend wechselte sie als Leiterin einer Nachwuchsgruppe ans Zentrum für Infektionsforschung der Uni Würzburg. Den Ruf auf eine C3-Professur für Humanparasitologie in Tübingen lehnte sie 1994 ab und folgte stattdessen 1995 dem Ruf auf eine C3-Professur für Infektionsimmunologie in Würzburg.

Wolfgang Schneider, am 19. Juni 1950 in Völklingen/Saar geboren, studierte Psychologie, Philosophie und Theologie in Wuppertal und Heidelberg. Dort promovierte er 1979 und arbeitete dann am Münchener Max-Planck-Institut für psychologische Forschung. Anfang der 80er-Jahre absolvierte er mit einem Stipendium der Stiftung Volkswagenwerk einen Forschungsaufenthalt an der Universität Stanford in den USA.

Seine Habilitation erfolgte 1988 an der Uni München. 1991 folgte er dem Ruf auf die C4-Professur für Pädagogische Psychologie an der Uni Würzburg. Seitdem hat er Rufe auf Lehrstühle an den Universitäten Frankfurt/Main und München bekommen, die er aber ablehnte. 2002 wurde Schneider zum Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychologie gewählt.

Die Amtszeit der neu Gewählten beginnt am 1. Oktober 2004 und beträgt zwei Jahre. Sie endet dann gleichzeitig mit der Amtszeit der beiden anderen Vizepräsidenten, Ulrich Sinn und Georg Kaiser. Dem Leitungsgremium der Universität gehören außerdem Präsident Axel Haase und Kanzler Bruno Forster an.
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