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Hochwertige Berufskleidung

22.07.2004 - (idw) Hohensteiner Institute

Einfluss der textilen Materialeigenschaften auf die Gebrauchsqualität


Rund 1,8 Mrd. Euro wurden im Jahr 2000 mit Leasingtextilien für Hotels und Gastronomie europaweit umgesetzt. Bild: Kentaur
Schutzkleidung ist besonderen Belastungen ausgesetzt, die es bei der Beurteilung verschiedener Materilien bereits bei der Anschaffung zu berücksichtigen gilt. Bild: W.L. Gore Berufskleidung muss einen hohen Gebrauchswert besitzen, damit sie über eine möglichst langen Zeitraum eingesetzt werden kann. Dies gilt insbesondere auch für Leasingtextilien, bei deren Beschaffung deshalb nicht in erster Linie der Preis maßgebend ist, sondern die Wirtschaftlichkeit beim Einsatz und damit die Qualität.

Im Rahmen eines Forschungsvorhabens (AIF-Vorhaben Nr. 12853 N) haben die Hohensteiner Institute den Einfluss textiler Materialeigenschaften auf die Gebrauchsqualität von hochwertiger Berufskleidung untersucht. Im Rahmen des Projektes wurde ein Leitfaden zur richtigen Auswahl von Arbeits- (Work Wear), Business- und Schutzkleidung (Performance Wear) erarbeitet. In diesem werden die wesentlichen Qualitätsmerkmale hochwertiger Berufskleidung untersucht.

Zu diesen gehören u. a. die textiltechnologischen Eigenschaften, wie z. B. das Pillverhalten, die Höchstzugkraft und die Farbechtheiten des Materials. Aber auch die Güte der Zutaten wie Knöpfe und Reißverschlüsse, die Schnittgestaltung, Verarbeitung, Passform und Pflegbarkeit sind für die Qualität des Produktes maßgeblich. Darüber hinaus dürfen von den Textilien selbst keine Beeinträchtigungen für den Träger ausgehen, weshalb insbesondere die Konformität der Materialien mit den Vorgaben des Öko-Tex Standard 100 gegeben sein sollte. Wichtig für die Akzeptanz der Kleidung ist ein optimaler Tragekomfort, bei dem thermophysiologische, hautsensorische und ergonomische Anforderungen erfüllt sein müssen. Nur dann kann die physische und psychische Leistungsfähigkeit des Trägers optimal unterstützt werden.

Der Leitfaden gliedert sich in die Bedarfsanalyse für alle Bekleidungskategorien, eine Risikobewertung für Schutzkleidung und in Anforderungsprofile für Arbeits-, Business- und Schutzkleidung. Die Risikobewertung beruht auf der EWG-Richtlinie für persönliche Schutzausrüstung (89/686/EWG).

Die erarbeiteten Anforderungsprofile beinhalten Richtwerte und textiltechnologische Anforderungen, die eine Umsetzung der Bedarfsanalyse in konkrete Zahlenwerte und Beurteilungskriterien ermöglicht. Die Angaben der empfohlenen Richtwerte beruhen auf umfangreichen Datensätzen und Erfahrungen der Hohensteiner Institute.

Zusätzlich wurden noch praktische Beispiele erstellt, die zeigen, wie die Bedarfsanalyse bzw. Risikobewertung beim und mit dem Kunden durchgeführt und in Anforderungsprofile umgesetzt werden sollten. Informationen zu Prüfmethoden und Normen, technischen Beschreibungen zur Wiederaufbereitung und gesetzliche Vorschriften runden den Leitfaden ab.

Dieser kann über die Hohensteiner Institute unter der Telefon-Nummer 07143 / 271 701 oder E-Mail w.weiss@hohenstein.de gegen einen Unkostenbeitrag von 60,- Euro zzgl. MwSt. und Versandkosten bezogen werden.

Bönnigheim, im Juli 2004
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