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Tagsüber: Sparkasse Hagen / Am Wochenende und abends: Studium an der FH Südwestfalen in Hagen

28.07.2004 - (idw) Fachhochschule Südwestfalen

Claudia Esselun schließt berufsbegleitendes Verbundstudium mit Erfolg ab


Freuen sich mit Claudia Esselun über den guten Studienabschluss: (v.l.n.r) Prof. Dieter Rüth, Claudia Esselun, Prof. Manfred Heße Tagsüber arbeitete sie als Firmenkundenbetreuerin bei der Sparkasse Hagen, parallel dazu als Dozentin für die Bankakademie und am Wochenende und abends studierte sie Betriebswirtschaft, Studienrichtung Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen, dazwischen Hochzeit, Hausbau und Geburt eines Sohnes: Unmöglich dies alles unter einen Hut zu bringen? Nicht für Claudia Esselun (32), die dieses enorme Pensum in den letzten Jahren bewältigt hat. Mit Erfolg, denn seit letzter Woche hat sie das Studium zur Diplom-Betriebswirtin mit der Gesamtnote "gut" abgeschlossen.

"Im Moment freue ich mich über die wiedergewonnene Freizeit mindestens genauso wie über den erreichten Abschluss", lacht Claudia Esselun erleichtert. Trotzdem ist sie überzeugt, dass der Verbundstudiengang Betriebswirtschaft, Studienrichtung Wirtschaftsrecht für sie optimal war. Zum einen ließen sich damit Studium und volle Berufstätigkeit kombinieren und zum anderen entsprach die Verbindung von betriebswirtschaftlichen und juristischen Studieninhalten ihrer Interessenslage. Dieser Studiengang vermittelt interdisziplinär betriebswirtschaftliche und juristische Inhalte und wird durch Informatikkenntnisse und praxisnahes Wirtschaftsenglisch abgerundet.

Studiert hat Claudia Esselun zu Hause anhand von Studienbriefen, in Präsenzen und Seminaren, die an jedem zweiten Samstag in der Hochschule stattfanden und im Rahmen von Lerngruppen, die sie mit anderen Studierenden gebildet hat. "Gerade der Austausch mit den Mitstudierenden hat das Studium sehr interessant gemacht. Wir waren in völlig verschiedenen Wirtschaftzweigen tätig und haben unsere Erfahrungen daraus eingebracht. Das hat ganz neue Horizonte eröffnet", erzählt sie begeistert. "Und die Kontakte zu den Kommilitonen kann man auch in Zukunft noch gut gebrauchen".

Für die gelernte Bankkauffrau und Bankfachwirtin, die seit 1999 bei der Sparkasse Hagen arbeitet, war das Studium von Anfang an eine wertvolle Unterstützung ihrer täglichen Arbeit und ermöglichte ihr die Übernahme neuer Aufgaben. Mit dem Thema ihrer Diplomarbeit "Financial Covenants in Kreditverträgen nach deutschem Recht" (es handelt sich dabei um Finanzkennzahlen, die Banken mit Unternehmen vereinbaren) bearbeitete sie - wie viele Absolventen dieses Verbundstudiengangs - die Lösung einer aktuellen Fragestellung aus der Unternehmenspraxis. "Gerade die Praxisnähe hat das Studium so bunt gemacht und hat mich davon abgehalten, es zwischendurch abzubrechen", gibt Claudia Esselun offen zu.

Natürlich bedeutete die Mehrfachbelastung einige Verzichte und eine Menge Selbstorganisation. So fiel es ihr besonders schwer, ihren Schaukelstuhl durch einen Schreibtisch mit nüchternem Bürostuhl zu ersetzen und mindestens die Hälfte des eigentlich wohlverdienten Jahresurlaubs in das Studium zu investieren. "Ich habe schnell gemerkt, dass Hausbau plus Arbeiten plus Studieren nicht in mein Leben passten. Während der Bauphase habe ich daher das Studium ausgesetzt und die Zeit am Ende drangehängt", gibt sie Einblick in die Grenzen bei Mehrfachbelastungen. "Und als mein Sohn Julian sich angekündigte, habe ich mich entschieden, die noch fehlende Diplomarbeit erst anzumelden, wenn er ungefähr ein halbes Jahr alt sein würde." Obwohl Julian ein zufriedenes und ausgeglichenes Kind ist, hätte sie die Arbeit ohne die Unterstützung ihres Mannes und der Patentante nicht pünktlich abgeben können.

Wenn Claudia Esselun die Jahre Revue passieren lässt, ist sie aber trotz der Doppelbelastung überzeugt, dass sie mit dem Studium nicht nur etwas für den Beruf, sondern viel für sich selber getan hat. So hat sie gelernt, sich selbst einzuschätzen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, sie hat Einblicke in viele interessante Bereiche bekommen und Freundschaften geschlossen.

Hochzufrieden mit ihrer Absolventin sind auch die betreuenden Hochschullehrer Prof. Dr. Manfred Heße und Prof. Dr. Dieter Rüth, die beide die hohe Motivation und die überzeugende Umsetzung der vermittelten Fähigkeiten hervorheben.

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