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Schuppenflechte im Intimbereich: RUB-Mediziner suchen Studienteilnehmer

28.07.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Das Thema ist tabu, obwohl etwa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung von ihr betroffen sind: Schuppenflechte. Besonders problematisch ist die Erkrankung, wenn sie den Intimbereich befällt. An der Universitätshautklinik der RUB (St. Josef-Hospital) startet nun unter Leitung von Juniorprofessor Dr. Alexander Kreuter eine der wenigen deutschen Studien über die Krankheit und ihre Therapie mit verschiedenen Salben. Wer an der Studie teilnehmen möchte, kann sich noch bis Ende August unter der Telefonnummer 0234/509-2551 melden.

Bochum, 28.07.2004
Nr. 238


Worüber man nicht spricht
Schuppenflechte im Intimbereich
RUB-Medizin: Teilnehmer für Studie gesucht


Das Thema ist tabu, obwohl etwa zwei Prozent der deutschen Bevölkerung von ihr betroffen sind: Schuppenflechte. Besonders problematisch ist die Erkrankung, wenn sie den Intimbereich befällt. Sie ist äußerst hartnäckig und schwer zu behandeln. Weil die Herde zumeist untypisch aussehen und die Krankheit viele unterschiedliche Verlaufsformen hat, werden Patienten häufig falsch behandelt. An der Universitätshautklinik der RUB (St. Josef-Hospital) startet nun unter Leitung von Juniorprofessor Dr. Alexander Kreuter eine der wenigen deutschen Studien über die Krankheit und ihre Therapie mit verschiedenen Salben. Wer an der Studie teilnehmen möchte, kann sich noch bis Ende August unter der Telefonnummer 0234/509-2551 melden.

Studie mit 80 Probanden

Für die klinische Studie sucht das Team von Dr. Kreuter 80 freiwillige Probanden, die unter Schuppenflechte im Intimbereich leiden. Die Forscher wenden verschiedene bekannte und wirksame Salbenbehandlungen an und vergleichen deren Erfolg. Dabei setzen sie auch eine vielversprechende neue Creme ein, die bisher zur Therapie der Neurodermitis bei Kindern zugelassen ist und auch in mehreren Studien bereits erfolgreich zur Behandlung der Schuppenflechte an anderen Körperstellen eingesetzt wurde.

Eine lange Leidensgeschichte

Die Schuppenflechte ist so alt wie die Menschheit selbst, bereits Hippocrates hat die Krankheit beschrieben. Sie ist zumeist in ihrer typischen Verlaufsform bekannt - mit streckseitig betonten, scharf begrenzten, geröteten, schuppenden Plaques. Wenige wissen jedoch, dass es viele unterschiedliche Verlaufsformen der Schuppenflechte gibt. So kann sie zum Beispiel auch nahezu ausschließlich in den Beugefalten lokalisiert sein. Für die betroffenen Personen ist hierbei der Befall in der Genitalregion äußerst unangenehm. Die Schuppenflechte im Intimbereich ist in den meisten Fällen hartnackig und schwer zu behandeln, so dass die Patienten eine lange Leidensgeschichte schildern und nicht selten unzufrieden mit der bisherigen Behandlung sind.

Beschwerden im Intimbereich

Im Intimbereich kann die typische silbrige Schuppung komplett fehlen, so dass die Erkrankung teilweise verkannt und als Ekzem oder Hefepilz-Erkrankung missgedeutet wird. Insbesondere um den After treten Rötungen und offene, wunde Stellen mit Einrissen auf. Diese wunden Stellen können sich auf die gesamte Pofalte ausdehnen, wo sie sich durch langes Sitzen, Gehen oder durch Schwitzen bei sportlicher Betätigung weiter verschlimmern. Die Herde sind schmerzhaft, juckend und können oftmals Beschwerden beim Stuhlgang verursachen. Weiterhin kann die Schuppenflechte zu ähnlichen Veränderungen in den Leisten, aber auch oftmals im Bereich des Penis führen. Hier ist neben der Peniswurzel häufiger die Eichel betroffen, so dass Beschwerden beim Wasserlassen aber auch beim Geschlechtsverkehr auftreten können.

Weitere Informationen

Juniorprofessor Dr. Alexander Kreuter, Universitätshautklinik St. Josef-Hospital, Klinikum der RUB, Gudrunstr. 56, 44791 Bochum, Tel. 0234/509-3439, E-Mail: a.kreuter@derma.de

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