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Weiteres Max-Planck-Institut für Informatik auf dem Saarbrücker Campus

28.07.2004 - (idw) Universität des Saarlandes

Im Verbund mit der TU Kaiserslautern und mit der besonderen Unterstützung der Landesregierung des Saarlandes hat die Saarbrücker Informatik-Kompetenz den Zuschlag für das neue Max-Planck-Institut für Software-Systeme erhalten. Drei der insgesamt fünf Abteilungen des neuen Instituts werden in der Nähe des bestehenden Max-Planck-Standortes an der Universität Saarbrücken entstehen, zwei weitere Abteilungen an der Nachbaruniversität in Kaiserslautern.

"Dies unterstreicht das herausragende Leistungspotenzial der Saarbrücker Informatik und ist damit Anerkennung für die Wissenschaftspolitik, die Wissenschaftsinvestitionen sowie die wissenschaftlichen Leistungen", erklärte Ministerpräsident Peter Müller am Mittwoch (28.7.04) im Rahmen einer Pressekonferenz. Wissenschaftsminister Schreier ergänzte: "Mit ihrer Entscheidung würdigt die Max Planck-Gesellschaft die deutliche Schwerpunktsetzung des Saarlandes in der Informatik, die konsequente Wissenschaftsförderung, die Profilbildung der Universität des Saarlandes sowie die wissenschaftlichen Leistungen auch der außeruniversitären Forschungseinrichtungen". Das Zusammenspiel und die enge Kooperation der diversen Informatik-Institute, neuerdings zusammengefasst in der Zentralen Einrichtung der Universität "Kompetenzzentrum Informatik Saarland", erläuterte deren Gründungssprecher Prof. Dr. Philipp Slusallek. Dabei verdeutlichte er auch die Spitzenstellung der Saarbrücker Informatik in Forschung und Lehre, wie sie nicht zuletzt auch durch das Ranking des Centrums für Hoschschulentwicklung (CHE) bestätigt worden ist. Dass es sich dabei nicht nur um eine nationale, sondern auch internationale Spitzenstellung handelt, betonte der Direktor des bislang einzigen Max-Planck-Instituts für Informatik, Prof. Dr. Thomas Lengauer, der von Saarbrücken als einer der "Welthauptstädte der Informatik" sprach. Universitätspräsidentin Prof. Dr. Margret Wintermantel hob auf die exzellente Zusammenarbeit zwischen Max-Planck-Institut und Universität ab, die wohl nirgends so gut funktioniere wie in Saarbrücken: Beste Vorzeichen also für die Zusammenarbeit auch mit dem zweiten Max-Planck-Institut für Informatik.

Landesregierung, Universität wie auch das bereits seit 14 Jahren auf dem Saarbrücker Campus ansässige Max-Planck-Institut sind sich einig: Das neue Max-Planck-Institut ist ein weiterer Meilenstein, der den Informatik-Standort Saarland künftig national und international noch deutlicher heraushebt.

Das neue Max-Planck-Institut für Softwaresysteme wird die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erstellung und Weiterentwicklung komplexer Softwaresysteme und softwareintensiver Anwendungssysteme erforschen. Dies spielt eine zunehmend wichtige Rolle z.B. bei Betriebssystemen, eingebetteten vernetzten Systemen wie z.B. in der Automobil- und Flugzeugindustrie, Telekommunikationsnetzen, weltweiten digitalen Netzen sowie unternehmensübergreifenden Geschäftsprozessen. Weitere Schwerpunkte werden innovative Programmiersprachen und Fragen der Datensicherheit sein. Das Institut wird neben der Ausrichtung auf die wissenschaftlichen Grundlagen von Softwaresystemen den engen Kontakt zu den Erfordernissen des Software-Engineerings in der Praxis halten. Es soll in Form zweier wissenschaftlich gleichwertiger Teilinstitute an den Standorten Saarbrücken und Kaiserslautern gegründet werden. Im Endausbau sind fünf Abteilungen, davon drei in Saarbrücken und zwei in Kaiserslautern, vorgesehen mit einem Gesamthaushalt (inkl. Nachwuchsförderung und Drittmitteln) von jährlich mehr als 10 Mio. Euro und insgesamt 280 Beschäftigten. Die Verwaltungszentrale soll ebenfalls am Standort Saarbrücken ihren Sitz haben.

Die Max-Planck-Gesellschaft unterhält derzeit 78 Institute und Forschungseinrichtungen in Deutschland und 3 Institute und mehrere Außenstellen im Ausland. Sie verfügt über einen Haushalt von rd. 1,3 Mrd. Euro, der zum weit überwiegenden Teil von der Gemeinschaft der Länder und dem Bund jeweils hälftig finanziert wird. Ihre Forschungseinrichtungen gelten als nationale bzw. internationale "Centers of Excellence".

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