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Konflikte analysieren, Lösungen finden: Neues Weiterbildungsstudium Peace Studies

29.07.2004 - (idw) FernUniversität in Hagen

Al Kaida, Irak, Afghanistan, Sudan, Zentralafrika, Südostasien... Der Bedarf an Kompetenz für Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und Friedensförderung steigt global. Hierauf reagiert das Institut Frieden und Demokratie der FernUniversität in Hagen mit dem interdisziplinären Weiterbildungsstudium Master of Peace Studies, das ab dem Wintersemester 2004/05 angeboten wird. Es kann als Fernstudium in Teilzeitform neben dem Beruf absolviert werden. Die Studierenden sollen Ursachen, Strukturen und Dynamiken gewaltförmiger Konflikte besser erkennen und praxisrelevante Erkenntnisse und Einsichten zur Förderung gewaltarmer und nachhaltig friedlicher Verhältnisse erarbeiten können. Das Studium endet nach sechs Semestern mit der Masterprüfung. Zugelassen wird vom 1. bis 20. September.

Während des Studiums werden Kenntnisse über Konflikte, Krieg und Frieden aus Sicht von Politikwissenschaft, Soziologie, Geschichte, Philosophie, Psychologie und Naturwissenschaften vermittelt. Wege zur dauer-haften Überwindung von direkter, struktureller und kultureller Gewalt und zur nachhaltigen Friedenssicherung werden aufgezeigt, um Modelle friedlicher Konfliktaus-tragung erarbeiten zu können. Angesprochen werden u. a. Fachkräfte aus (internationalen) Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit, Bildung, Soziologie, Politik, Geschichte, Psychologie, Journalismus u.a., insbesondere im Ausland Tätige. Mögliche Arbeitsbereiche nach Studienabschluss sind Auswärtige Politik, nationale und internationale Institutionen, Nicht-Regierungsorganisationen, Sicherheitskräfte, Medien, Erziehung und Erwachsenenbildung, Entwicklungszusammenarbeit, Wissenschaft und Forschung, Mediation, Konflikttraining und -bearbeitung. Zulassungsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes geistes- oder sozialwissenschaftliches Hochschulstudium, jedoch können ggf. auch Absolventen/innen anderer Studienrichtungen zugelassen werden. Berufserfahrungen, vertiefte Englischkenntnisse und besondere Motivation werden vorausgesetzt. Die Studienangebote sind zu sechs inhaltlichen Einheiten (Modulen) zusammengefasst, die jeweils abgeprüft werden. Jedes soll in einem Semester absolviert werden. Präsenzseminare ergänzen die Fernlehre.

Die Akkreditierung des Master of Peace Studies dürfte Ende August endgültig vollzogen werden. Anschließend kann die Zulassung zum Studium erfolgen, Bewerbungen sind bereits möglich. Studienbeginn ist - vorbehaltlich der Akkreditierung - am 15. Oktober. Die Zahl der Teilnehmenden ist zunächst auf 25 festgelegt. Bei der Zulassung wird auch die Reihenfolge der Anmeldungen berücksichtigt.

Wie für alle Weiterbildungsstudien fallen Gebühren an: 50 Euro Verwaltungsgebühr pro Semester, 800 Euro pro Modul, 500 Euro für die Masterabschlussprüfung. Weitere Gebühren und Kosten (für Seminare, Modulprüfungen u. a.) kommen hinzu. Insgesamt fallen für sechs Semester ca. 6.000 Euro an.

Fragen zur Zulassung beantwortet das Studentensekretariat der FernUniversität in Hagen, Frau Janßen, 58084 Hagen, Tel.: 02331/ 987-2953, e-mail: Doris.Janssen@fernuni-hagen.de. Inhaltliche Fragen: Institut Frieden und Demokratie der FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Tel.: 02331/987-2365/-2366, Fax: -2365, e-mail: IFD@FernUni-Hagen.de, http://www.fernuni-hagen.de/FRIEDEN.

Bei der Entwicklung des Studiums kooperierte das Institut Frieden und Demokratie mit der Landesarbeitsgemeinschaft Friedenswissenschaft NRW sowie weiteren Universitäten und Forschungsinstituten. Die Deutsche Stiftung Friedensforschung fördert das Studium in der Anlaufphase.
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