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Gynäkologenkongress 2004 - Brennpunkt: Fortpflanzungsmedizin

30.07.2004 - (idw) Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Jährlich finden in Deutschland etwa 70. 000 Befruchtungen im Reagenzglas statt. Die Reproduktionsmedizin gehört darum zu den Hauptthemen auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). So spricht beispielsweise Professor Robert G. Edwards aus Cambridge, der "Vater" der Reproduktionsmedizin, in einer Keynote-Lecture über Möglichkeiten und Grenzen der Fortpflanzungsmedizin. Insgesamt werden bei der Tagung vom 14. bis 17. September in Hamburg mehr als 900 Beiträge aus allen Gebieten der Gynäkologie präsentiert.

Etwa jedes zehnte Paar bleibt in Deutschland ungewollt kinderlos. Die Methoden der so genannten "assistierten Reproduktion" gehören, 26 Jahre nach der Geburt von Louise Brown, zum medizinischen Alltag.

Leidensdruck steigert Risikobereitschaft.

Doch eine künstlich herbeigeführte Befruchtung ist auch mit erheblichen Belastungen und Risiken verbunden. Je mehr frustrane Behandlungsversuche ein Paar hinter sich hat, desto stärker wächst der Leidensdruck - und damit auch die Risikofreudigkeit, beispielsweise Zwillinge oder Drillinge zu bekommen. Diesen Zusammenhang belegt erstmals die Umfrage eines Ärzte-Teams um PD Dr. Ingrid Kowalcek von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig Holstein, Campus Lübeck, die auf der Tagung präsentiert wird.

Ziel: Bessere Schwangerschaftsraten.

Darum geht es bei der Tagung beispielsweise um Strategien, die Schwangerschaftsrate zu verbessern. "Ziel einer jeden Kinderwunschbegandlung muss es sein, mit möglichst hoher Chance zu der Geburt eines Kindes zu kommen und eine Mehrlingsschwangerschaft zu vermeiden" erklärt Tagungspräsident Professor Klaus Diedrich, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein - Campus Lübeck.

Risikofaktoren erkennen.

Ein weiteres Thema sind Studien zur späteren Entwicklung der Kinder, die mit Hilfe der Reproduktionsmedizin gezeugt wurden. Ebenso präsentieren Wissenschaftler neue Erkenntnisse, welche Risikofaktoren den Erfolg der Fortpflanzungsmedizin schmälern. So werden auf der Tagung umfangreiche Studienergebnisse zu Risikofaktoren wie Alter der Frau, vorausgegangene Fehlgeburten und Übergewicht vorgestellt.


Termin der Keynote-Lecture: "De finibus" von Robert G. Edwards: Dienstag, 14. September 2004, 10.00 Uhr
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