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Spitzenforschung braucht adäquate Förderung

30.07.2004 - (idw) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

DFG nimmt Stellung zur leistungsorientierten Mittelvergabe an Medizinischen Fakultäten

Spitzenforschung braucht adäquate Förderung
DFG nimmt Stellung zur leistungsorientierten Mittelvergabe an Medizinischen Fakultäten

Nr. 47
30. Juli 2004

Um international wettbewerbsfähig zu sein, müssen die Medizinischen Fakultäten attraktiv für Spitzenforscher sein. Wesentliche Voraussetzung dafür ist neben einer guten Grundausstattung vor allem eine Verteilung der so genannten Zuführungsbeträge nach messbaren Leistungskriterien. Bei diesen Mitteln handelt es sich um Beiträge der Länder, mit denen Lehre und Forschung an Medizinischen Fakultäten finanziert werden. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun Empfehlungen zur Entwicklung wissenschaftlicher Leistungskriterien in der medizinischen Forschung und zu strukturellen Voraussetzungen für eine leistungsorientierte Mittelvergabe (LOM) ausgesprochen.

Hintergrund für die Empfehlungen, die von der DFG-Senatskommission für Klinische Forschung erarbeitet wurden, ist die in den vergangenen Jahren mehrfach wiederholte Forderung des Wissenschaftsrates und der DFG nach einer leistungsorientierten und transparenten Vergabe der Zuführungsbeträge in der Universitätsmedizin. Die DFG sieht diese Forderung nach wie vor nicht ausreichend erfüllt. Beanstandet wird insbesondere, dass die notwendige Umverteilung von fakultätseigenen Ressourcen zu Gunsten der Exzellenzförderung und zu Lasten wissenschaftlich weniger produktiver Abteilungen häufig nicht stattfindet. In Zeiten knapper werdender Gelder führt dies im Ergebnis zwangsläufig zu einer Behinderung von Leistung und Blockierung von Spitzenforschung.

Die leistungsorientierte Vergabe von Mitteln für Forschung und Lehre erfordert die Entwicklung von Kriterien, nach denen wissenschaftliche Exzellenz bemessen und bewertet werden kann. Gleichzeitig muss ein Verfahren installiert werden, mit dem über eine Datenerhebung eine transparente Bemessungsgrundlage für die LOM sichergestellt werden kann. Die DFG sieht die Entwicklung und Umsetzung dieser Kriterien als einen Prozess, in dem die Medizinischen Fakultäten unter Berücksichtigung der jeweils lokal existierenden Voraussetzung adäquate Formen der LOM finden müssen. Mit ihrer Stellungnahme macht die DFG dazu konkrete Vorschläge und beabsichtigt, diesen Prozess im Austausch mit den Medizinischen Fakultäten weiterhin zu begleiten.

Die Stellungnahme ist abrufbar unter www.dfg.de (Aktuelles/Reden und Stellungnahmen).

Nähere Informationen erteilt Dr. Annette Schmidtmann, Tel. 0228/885-2243, E-Mail: annette.schmidtmann@dfg.de.
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