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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 31. Mai 2020 

Plattenförmige Strukturen nehmen überschüssige Energie auf

18.02.1997 - (idw) DaimlerChrysler AG

Plattenfoermige Strukturen nehmen ueberschuessige Energie auf Ebene

"Energiefresser" schuetzen bei Zusammenstoessen

Stuttgart, im Februar 1997 - Bremslichter leuchten rot auf, und mit quietschenden Reifen kommt der Verkehr zum Stehen. Mit voller Kraft tritt der von hinten an den Stau auffahrende Autolenker in die Eisen. Doch trotz seines Bremsmanoevers laesst sich der Zusammenstoss nicht vermeiden. Die Wucht des Aufpralls schiebt die Karosserie zusammen und die dabei freigesetzte Energie droht auch den Fahrer ernsthaft zu verletzen.

Ausgehend von den ueberragenden Ergebnissen, die rohrfoermige Faserverbundwerkstoffe bei der Aufnahme (Absorption) von ploetzlich freigesetzter Energie lieferten, befassen sich Daimler-Benz-Forscher jetzt mit entsprechenden ebenen Strukturen. Bei starker Belastung verteilen diese die Energie unter einem hohen, annaehernd konstanten Kraftniveau in Richtung der Plattenebene. Plattenfoermige Absorberstrukturen, bisher hauptsaechlich fuer Anwendungen in Hubschrauberunterboeden bewertet, sollen fuer eine moegliche Verwendung in bodengebundenen Fahrzeugen untersucht werden.

Die Art und Materialzusammensetzung von ebenen, energieaufnehmenden Strukturen haengt immer vom Einsatzgebiet, von der gewuenschten Anwendung und den sich daraus ergebenden Anforderungen ab. So eignen sich auf der einen Seite Sandwichbauweisen mit metallischen oder nicht-metallischen (meist Faserverbundwerkstoffe) Deckmaterialien und Schaeumen oder Waben als Kernmaterial. Auf der anderen Seite sind aber auch sogenannte Hohlkammerprofile denkbar, die aus runden oder eckigen Hohlkammern und Stegen bestehen.

Die Ergebnisse erster Crash- und Stauchversuche der Daimler-Benz-Forscher haben gezeigt, dass kostenguenstige Faserverbundwerkstoffe und metallische Halbzeuge in Form von Platten ein hohes Vermoegen zur Energieaufnahme haben. Fuer einen Einsatz in bodengebundenen Fahrzeugen ist dabei ein Kompromiss zwischen Gewicht, Absorptionsverhalten, Kosten und Wiederverwertungsmoeglichkeit des Bauteils zu schliessen.

Bildunterschrift:

Ausgehend von den ueberragenden Ergebnissen, die rohrfoermige Faserverbundwerkstoffe bei der Aufnahme (Absorption) von ploetzlich freigesetzter Energie lieferten, befassen sich Daimler-Benz-Forscher jetzt mit entsprechenden ebenen Strukturen. Die Abbildung zeigt ein Profil, das aus eckigen Hohlkammern und Stegen besteht, nach starker Belastung.

Info: Daimler-Benz AG, Presse Forschung und Technik (KOM/P) Burkhard Jaerisch Tel.: (0711) 17- 93271, Fax: -94365 e-Mail: 100106.566@compuserve.com Bild und Text: http://www.daimler-benz.com/presse/foto.htm (oder auf Anfrage per Post)

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