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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

CUTEC auf dem Colloquium in Bremen

25.08.1997 - (idw) Clausthaler Umwelttechnik-Institut GmbH

CUTEC auf dem Colloquium "Abwaesser der Textilindustrie

Wollverarbeitung und Nahrungsmittelindustrie" im Cogress Centrum Bremen vom 15. bis 17.09.1997

Das CUTEC-Institut ist auf dem diesjaehrigen Colloquium des Instituts fuer Umweltverfahrestechnik der Universitaet Bremen mit einem Exponat vertreten. Beispielhaft zeigt sich die Vielseitigkeit und Kompetenz der Abteilungen in der Behandlung wissenschaftlicher Fragestellungen aus dem Bereich "Wasserreinhaltung" anhand des CUTEC-Projektes : "Photooptischer on-line-Sensor zur Beobachtung des Flockungsprozesses in hochkonzentrierten Schlaemmen" Durch den Einsatz von Abwasserreinigungsanlagen im kommunalen und industriellen Bereich fallen derzeit in Deutschland jaehrlich ca. 3,0 Mio. Tonnen Klaerschlammtrockenmasse an, die z. Zt. zu ca. 30 % landwirtschaftlich verwertet, zu 50% deponiert und zu 10% verbrannt werden. Der groesste Teil der Kosten der Behandlung dieser Klaerschlaemme wird fuer die Volumenreduzierung aufgewendet, wobei den mechanischen Entwaesserungsverfahren eine besondere Bedeutung zukommt, die in Zukunft aufgrund der steigenden Schlammentsorgungskosten zunehmen wird. Da der Klaerschlamm zeitlich unterschiedliche, nicht vorhersehbare Entwaesserungseigenschaften aufweist, ist man derzeit noch gezwungen, umfangreiche Versuche zur Optimierung der Entwaesserung des Klaerschlamms durchzufuehren. Diese Optimierungsversuche, die eine gezielte Veraenderung der Schlammeigenschaften durch Flockung mit Feststoff, Polyelektrolyt oder Kombinationen hiervon beinhalten, muessen immer noch direkt mit den jeweiligen Entwaesserungsaggregaten, wie z. B. einer Zentrifuge oder einer Kammerfilterpresse, durchgefuehrt werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund, dass die derzeit auf dem Markt erhaeltlichen on-line-Sensoren nicht in der Lage sind, einen - in bezug auf das Entwaesserungsergebnis - optimal konditionierten Schlamm zu erkennen. Um diese Situation zu verbessern, wurde an der CUTEC-Institut GmbH ein Sensor entwickelt, der in der Lage ist, den Flockungsprozess on-line zu beobachten. Mit Unterstuetzung der "Deutschen Bundesstiftung Umwelt", Osnabrueck, wird diese Sonde z. Zt. an verschiedene Klaerschlaemme so angepasst, dass die voraussichtliche Entwaesserbarkeit eines geflockten Schlamms on-line beurteilt und eine verfahrenstechnische Optimierung und Automatisierung des gesamten Entwaesserungsprozesses durchgefuehrt werden kann. Das Herzstueck dieses Sensors ist eine CCD-Kamera. Durch eine entsprechende Beleuchtungsoptik wird eine in der Tiefe eng begrenzte Lichtlinie erzeugt. Ein Sensor, der auf diese Lichtlinie fokussiert ist, empfaengt das Licht, das von Partikeln reflektiert wird. Aus dem Signalverlauf wird eine Flockengroessenverteilung ermittelt. Diese Flockengroessenverteilung ist eine der wesentlichen Einflussgroessen im mechanischen Entwaesserungsprozess. Mit der neu entwickelten Sonde wird dann in Kombination mit weiteren wichtigen Einflussgroessen eine Reduzierung der zu entsorgenden Klaerschlammenge um ca. 20 % moeglich sein.

Weitere Informationen über E-Mail: britta.kragert@cutec.de oder WWW: http://www.cutec.de

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