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Raumkognition-DFG-Tagung

25.09.1997 - (idw) Universität Trier

187/1997 25. September 1997

DFG-Tagung ueber ,raeumliches Denken"

Wissenschaftler von 15 deutschen Universitaeten und Max-Planck-Instituten treffen sich vom 29. September bis zum 1. Oktober 1997 in Trier. Ihr gemeinsames Forschungsthema ist die Frage, wie Personen raeumliche Umgebungen erfahren, wie sie sich im Raum bewegen und wie raeumliche Informationen behalten werden. Das Sonderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem Titel ,Raumkognition" foerdert 15 Forschungsprojekte an deutschen Universitaeten und Max-Planck-Instituten. Die etwa 80 Forscher, die nach Trier kommen, vertreten die Faecher Informatik, Robotik, Computerlinguistik, Biokybernetik, Medizin und Psychologie.

Im Alltag bewegen wir uns normalerweise in gut bekannten Umgebungen. Ab und zu allerdings muessen wir uns in neuen, uns unbekannten Gegenden zurechtfinden. In solchen Faellen wird uns manchmal bewusst, dass die Vorgaenge, die bei der Wahrnehmung des umgebenden Raumes und bei der Erinnerung an raeumliche Umgebungen ablaufen, aeusserst kompliziert sind.

Zu den Themen und Fragen, die auf dem Workshop behandelt werden, gehoeren: Wie erlernen Menschen eine neue Umgebung aufzunehmen, zum Beispiel wenn sie umziehen? Darstellungen von Raeumen mit dem Rechner werden Virtuelle Welten genannt - wie finden Personen sich darin zurecht? Roboter brauchen auch raeumliches Wissen - wie kann man es ihnen am besten mitgeben? Wie funktioniert das Schaetzen von Entfernungen aus dem Gedaechtnis? Helfen raeumliche Vorstellungen beim logischen Denken, und wenn ja, wie? Wie kommt es, dass viele zwar einen Weg durch die Stadt recht gut beschreiben koennen, dass sie aber grosse Muehe haben, das Aussehen eines Gesichtes sprachlich zu fassen? Wie wird raeumliches Wissen durch erzaehlende Texte vermittelt? Die Tagung wird ergaenzt durch oeffentliche Vortraege eingeladener Wissenschaftler aus den USA und OEsterreich, zu denen Interessierte eingeladen sind. Herbstkolloquium des DFG-Schwerpunktprogramms

Raumkognition

vom 29. September bis 01. Oktober 1997 an der Universitaet Trier

OEffentliche Vortraege:

Montag, 29. September 1997

Roberta L. Klatzky, Carnegie Mellon University: ,Allocentric and Egocentric Spatial Representations: Definitions, Distinctions, and Interconnections" 11.45 bis 12.30 Uhr, Blesius-Garten

Barbara Tversky, Stanford University: ,How Space Structures Language" 19.15 bis 20.00 Uhr, Hoersaal 8

Benjamin J. Kuipers, University of Texas at Austin: ,The Spatial Semantic Hierarchy for Large-Scale and Visual Space" 20.00 bis 20.45 Uhr, Hoersaal 8

Dienstag, 30. September 1997

Andrew U. Frank, Technische Universitaet Wien: ,Formal Models for Cognition - Taxonomy of Spatial Location Description and Frames of References as an Example" 11.45 bis 12.30 Uhr, Blesius-Garten

Lynn Nadel, University of Arizona: ,Human Spatial Cognition in a Virtual Arena" 19.00 bis 19.45 Uhr, Blesius-Garten

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