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Naturwissenschaftliche Ausstellung: 100 Jahre Braunsche Röhre

16.03.1998 - (idw) Eberhard-Karls-Universität Tübingen

Naturwissenschaftliche Ausstellung: 100 Jahre Braunsche Roehre

"Vom Laborversuch zum modernen Fernseh- und Computerbildschirm" - so lautet der Untertitel einer Ausstellung ueber die "Braunsche Roehre" im Physikalischen Institut der Universitaet Tuebingen vom 25. Maerz bis 24. April 1998. Mitveranstalter sind neben dem Institut selbst die Association pour les Musées des Sciences de Strasbourg (AMUSS) und das Kulturamt der Stadt Tuebingen. Geoeffnet ist die Ausstellung von Montag bis Freitag (ausser an Karfreitag) von 10-17 Uhr und an Ostersonntag und Ostermontag von 14-18 Uhr. Nach Vereinbarung werden Gruppenfuehrungen organisiert.

Der Eintritt ist frei.

Prorektor. Dr. Dieter Mecke, Dr. Eugen Schmid, Oberbuergermeister der Stadt Tuebingen, Martin Born, Studioleiter des Suedwestfunk Landesstudios Tuebingen, und Dipl.-Ing. Peter Quaas von der Deutschen Telekom AG werden Grussworte auf der Feier zur Eroeffnung der Ausstellung am 25. Maerz um 19 Uhr sprechen. Anschliessend wird Dr. Georges Frick von der AMUSS aus Strassburg durch die Ausstellung fuehren.

Die "Braunsche Roehre" macht die Bilder auf dem Schirm von Fernsehgeraeten, Rechnern (PC), Oszillographen und Radargeraeten sichtbar. Diese Kathodenstrahlroehre wurde 1897 von dem Physiker Ferdinand Braun (1850-1918) erfunden. Bereits 1874 beobachtete -Braun, dass je nach Stromrichtung gewisse Kristalle wie Bleiglanz dem elektrischen Strom einen grossen oder kleinen Widerstand entgegensetzen. Damit entdeckte er den Gleichrichtereffekt, auf dem die gesamte moderne Elektronik basiert. Nach der Erfindung der Kathodenstrahlroehre 1897 wendete er sich der drahtlosen Telegraphie zu. Er verbesserte den Aufbau von Sender und Empfaenger durch Einbau eines abgestimmten Schwingkreises und ermoeglichte damit Funkverbindung ueber den Atlantik. 1906 arbeitete er am ersten Kristallempfaenger, der bei Radioamateuren grossen Anklang fand. Fuer seine Arbeiten bekam er 1909 den Nobelpreis in Physik.

Braun hat sich aktiv an der Entwicklung verschiedener Universitaeten beteiligt. Ausser in Marburg, Strassburg und Karlsruhe lehrte er auch in Tuebingen (1885-1895), wo er das neue Physikalische Institut gruendete. In Tuebingen entwickelte er zahlreiche Messinstrumente, darunter das Braunsche Elektrometer zur Messung hoher Spannungen und das Pyrometer zur Messung hoher Temperaturen.

Weitere Informationen unter http://www.pit.physik.uni-tuebingen.de/braun.html oder im Sekretariat des Physikalischen Instituts, Tel.: 07071 / 29 76297.

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