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Kostenmanagement statt Kostenrechnung!

25.08.1997 - (idw) Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg

25. August 1997 01/14/97

Kostenmanagement statt Kostenrechnung! Professorin der Fachhochschule Rhein-Sieg stellt neue praxisnahe Ansätze zur Beeinflussung von Kosten vor.

Dr. Rosemarie Hardt (Jahrgang 1956) kam vor anderthalb Jahren aus Berlin als Professorin an die Fachhochschule Rhein-Sieg und unterrichtet hier seitdem im Fachbereich Wirtschaft die Fächer Controlling und Unternehmensrechnung.

Für Studierende der Betriebswirtschaftslehre im Hauptstudium hat sie nun die traditionellen, aber modernisierten Instrumente und Methoden des Kostenmanagements als auch die neuen Instrumente und Methoden in einem Lehrwerk zusammengefaßt. Diese neuen Ansätze wurden bisher nur in aktuellen Aufsätzen, verstreut über verschiedene Publikationen, vorgestellt.

Bevor Professorin Rosemarie Hardt an die Fachhochschule Rhein-Sieg kam, arbeitete sie übrigens unter anderem sechs Jahre bei Mercedes Benz im Controlling-Bereich, wo sie als Projektleiterin fast alle Instrumente des Kostenmanagements und des Controlling in die Praxis einführte und umsetzte, sie nun in ihrem Buch beschreibt.

Das Buch "Kostenmanagement: Instrumente und Methoden" richtet sich aber nicht nur an Studierende, sondern auch an Spezialisten in der Praxis, die bereits großes Interesse an dem Lehrbuch signalisiert haben. Das Interesse resultiert aus der Situation der meisten Unternehmen in der jüngsten Rezession, die gekennzeichnet ist durch Kostendruck, eine zunehmende Differenzierung der Kundenwünsche und daraus folgend dem Zwang zur Kostensenkung und Leistungssteigerung.

Dr. Rosemarie Hardt, Professorin der Fachhochschule Rhein-Sieg, dazu: "Die meisten Unternehmen haben erkannt, daß die bloße Ermittlung und Verrechnung der Kosten über den Einsatz der traditionellen Kosten- und Leistungsrechnung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr ausreicht. Wir brauchen Methoden und Instrumente, um die Kosten zielorientiert zu beeinflussen."

Was ist also zu tun? Eine effektives Kostenmanagement ist nur möglich durch eine Einflußnahme auf Kostenniveau, -struktur und -verhalten. Das bedeutet, daß die absolute Höhe der Kosten gesenkt und innerhalb der Kostenstruktur sogenannte Komplexitätskosten abgebaut werden. In der Folge reduzieren sich die Stückkosten, und Kostentransparenz wird erreicht. Diese Erkenntnis hat in der Praxis und in neueren wissenschaftlichen Publikationen eine starke Verbreitung gefunden.

"Hierbei ist zu beobachten, daß oftmals die Praxis die Theorie überholt", sagt Professorin Hardt. Theoretische Konzepte würden in der Praxis immer schneller reformiert und erweitert bzw. der wirtschaftlichen Entwicklung angepaßt, so daß die Theoretiker häufig Probleme hätten, mit dieser Entwicklung in ihrer Lehre Schritt zu halten. Darüber hinaus seien eine Vielzahl neuer Instrumente und Methoden, wie zum Beispiel Target Costing, Benchmarking, Outsourcing, Kaizen, Prozeßkostenrechnung und Product-Life-Cycle-Konzepte entwickelt worden, deren Einsatz im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit in dynamischen und immer enger werdenden Märkten eine entscheidende Position einnehme. Was dies im einzelnen bedeutet, erläutert Professorin Dr. Rosemarie Hardt ausführlich in ihrem Buch "Kostenmanagement: Instrumente und Methoden". Es erscheint im Herbst dieses Jahres im Oldenbourg-Verlag München (ISBN-Nr. 3-486-23696-2).

Dr. Rosemarie Hardt (Jahrgang 1956) ist seit eineinhalb Jahren als Professorin an der Fachhochschule Rhein-Sieg, Fachbereich Wirtschaft, für die Fächer Controlling und Unternehmensrechnung verantwortlich. Für Studierende der Betriebswirtschaftslehre im Hauptstudium und Spezialisten in der Praxis hat sie die in zahlreichen Büchern beschriebenen traditionellen und zum großen Teil modernisierten als auch die in überwiegend aktuellen Aufsätzen vorgestellten neuen Instrumente und Methoden des Kostenmanagements in einem Lehrwerk zusammengefaßt.

Nachfragen beantwortet Prof. Dr. Rosemarie Hardt unter Telefon 02241/865-105.


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