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Eine Schildkröte als Souvenir ? Die Reptilienauffangstation der LMU informiert

05.07.2002 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München


München, 4.Juli 2002 - Die bevorstehende Urlaubssaison ist für die Zoologen der Ludwig-Maximilans Universität München Grund zur Besorgnis. Immer mehr Menschen bringen aus nordafrikanischen Ländern wie Ägypten und Marokko, kleine Landschildkröten als Souvenirs mit. Die Tiere, die häufig auf Märkten angeboten werden, unterliegen alle dem Artenschutz und dürfen auf keinen Fall ausgeführt werden.

Prof. Dr. R. Hoffmann, Leiter des Institutes: "Sollten die Tiere den Transport und die damit verbundene Klimaumstellung überleben, dann bedeutet die meist nicht artgerechte Haltung hier in Deutschland ihr sicheres Todesurteil." Gerade Maurische und Ägyptische Landschildkröten seien sehr heikle Pfleglinge und sollten deshalb nur von erfahrenen Spezialisten gehalten werden. Nicht zuletzt schleppten ahnungslose Tierliebhaber mit illegalen Importen artengeschützter Tiere Krankheiten und Parasiten mit nach Europa, die die legalen Bestände in Europa bedrohten. Auch die häufig zu beobachtende Schildkrötenmalaria gehe auf illegale Einfuhren zurück.

Europäische Landschildkröten, die den hiesigen Bedingungen angepasst sind, werden in Deutschland erfolgreich nachgezüchtet, Niemand müsste auf die Haltung dieser Tiere verzichten. Allerdings sollte man sich vorher über die Ansprüche der Pfleglinge informieren.

Weitere Informationen:
Institut für Zoologie, Fischereibiologie und Fischkrankheiten
Prof.Dr. Rudolf Hoffmann,
Kaulbachstr. 37, 80539 München
Tel.: 089/2180-2687
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