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Radioonkologisches Symposium

02.06.1997 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

FSU-Mediendienst

1. Jenaer Radioonkologisches Symposium am 6./7. Juni 1997

Krebstherapien wirken manchmal besser in der Kombination

Jena (02.06.97). Die Radiologische Klinik und Poliklinik der Friedrich-Schiller-Universitaet Jena, Abteilung Strahlentherapie, veranstaltet am 6. und 7. Juni 1997 im Hoersaal der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultaet, Carl-Zeiss-Strasse 3, ein wissenschaftliches Symposium ueber ,Aktuelle Entwicklungen der Radio-Chemotherapie maligner Tumoren". Bei einer Reihe von boesartigen Tumoren des Menschen erbringt die Kombination von Operation, Strahlentherapie und Chemotherapie mit zytostatischen Medikamenten bessere Therapieergebnisse als die Behandlung mit einer Methode allein.

Allerdings ist oft nicht ausreichend geklaert, welche Patienten von einer zusaetzlichen Behandlung profitieren und fuer welche Patienten sie moeglicherweise eine UEbertherapie darstellt. Darueber hinaus ist bei vielen Tumoren sowohl die optimale Zytostatikakombination wie auch deren Anwendungsform sowie auch die Form der Strahlentherapie nicht geklaert. Anhand von drei Schwerpunktthemen - Tumoren im Kopf-Hals-Bereich, Tumoren des Verdauungstraktes und des Gebaermutterhalses - werden 31 Referenten aus dem In- und Ausland eine Bestandsaufnahme verschiedener Radio-Chemotherapieformen bei diesen Tumoren aus fuehrenden onkologischen Zentren geben, aber auch erste Erfahrungsberichte ueber innovative Behandlungsformen.

Dazu zaehlen auch die Kombination von Interferon und Strahlentherapie sowohl im Experiment als auch in der praktischen Anwendung beim Gebaermutterhalskrebs. In der Behandlung des Dickdarmkrebses werden die Heilungschancen nach Operation durch eine vor- oder nachgeschaltete Bestrahlung verbessert. Mit Fragen der Optimierung der Therapie beschaeftigen sich Beitraege aus Jena, dem uebrigen deutschsprachigen Raum sowie aus USA.

Neue Therapieansaetze werden auch bei Tumoren der Bauchspeicheldruese und der Speiseroehre diskutiert. Bei Tumoren der Kopf-Hals-Region wird ebenfalls versucht, durch Kombination von Radiotherapie und Chemotherapie, aber auch durch Anwendung neuer zytostatischer Substanzen die Chance auf Heilung zu erhoehen. Darueber hinaus wird die Bedeutung von Zytokinen und medikamentoeser Strahlenprotektion anhand von Therapiestudien dargestellt werden. Innovative Therapiekonzepte pruefen auch den Stellenwert der aussichtsreichen medikamentoesen Langzeitbehandlung im Vergleich zur herkoemmlichen Kurzbehandlung mit Zytostatika parallel zu einer mehrwoechigen Strahlenbehandlung.

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