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Hilfe bei Schlafstörungen

24.04.1997 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

upm-Pressemitteilung der Universitaet Muenster 115/97 - 24. April 1997

Hilfe bei Schlafstoerungen

Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin

Schlaf ist eine aktive vegetative Leistung des Zentralnervensytems. Ein schlechter Schlaf kann Wohlbefinden und Leistungsfaehigkeit erfahrungsgemaess nachhaltig beeintraechtigen. Zum Auftakt ihrer Sitzungsreihe im Sommeresemester beschaeftigt sich die Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin an der Universitaet Muenster am kommenden Mittwoch, 30. April 1997, mit dem Thema "Schlafstoerungen - Ein Problem fuer Jung und Alt".

Die von 17.30 bis 19 Uhr im Lehrgebaeude des Zentralklinikums stattfindende Veranstaltung beginnt mit einem Vortrag von Privtdozent Dr. Alexander Lerchl ueber die Rolle des Hormons Melatonin beim Schlaf.

Unter dem Thema "Melatonin - seine Bedeutung fuer die Schlafarchitektur und Chronobiologie" wird der wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts fuer Reproduktionsmedizin der Universitaet Muenster die physiologische Relevanz dieses von der Zirbeldruese ausschliesslich waehrend der Dunkelheit abgegebenen Hormons darstellen, das damit die Schlaf-/Wachrhythmik und die jahreszeitlichen Reproduktionszyklen steuert. Fuer den Menschen hat das Melatonin die Funktion des Schlafinduktors, das heisst es sorgt dafuer, dass der Mensch einschlaeft. Wie bei der Veranstaltung deutlich werden wird, ist das Hormon unter anderem in der Lage, den Schlaf-/Wachrhythmus von Blinden zu steuern und auch die Probleme des gefuerchteten "jet-lag" nach Fernfluegen zu mindern. Welche Moeglichkeiten der Einsatz dieses Hormons bei schwerbehinderten Kindern eroeffnet, wird der Kinderneurologe Privatdozent Dr. Gerhard Kurlemann anhand erster praktischer Erfahrungen darstellen. Durch Melatonin konnte, wie der Oberarzt der Kinderklinik berichten wird, teilweise ein geregeltes Schlafverhalten erzielt werden, was sich auch sehr positiv auf die Anfallshaeufigkeit und das psychosoziale Umfeld der Kinder ausgewirkt habe. Das Verfahren der Polysomnographie zur Messung der Schlaftiefe und Bestimmung des Schlafprofils erlaeutert anschliessend Dr. Peter Luedemann. Unter dem Thema "Klinische Entscheidungshilfen mit Hilfe der Polysomnographie" wird der Oberarzt der Klinik fuer Neurologie" erlaeutern, wie dieses Verfahren bei Schlafstoerungen und dem sogenannten Schlaf- Apnoe-Syndrom wichtige Informationen liefern kann, die wiederum die Therapieplanung wesentlich erleichtern koennen.

Die Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft Neuromedizin richtet sich nicht nur an Mitarbeiter und Studierende der Medizinischen Fakultaet, sondern insbesondere auch an alle interessierten niedergelassenen AErztinnen und AErzte im Raum Muenster.

Die naechsten Sitzungen im laufenden Sommersemester beschaeftigen sich am 28. Mai mit dem Thema "Radikulaere Nervenwurzel- Kompressionssyndrome" und am 25. Juni mit der "Neurogenetik".

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