Piepser warnt vor Sonnenbrand14.06.1995 - (idw) Ruhr-Universität Bochum
Bochum, 14.06.1995, Nr. 85 Hilfe fuer Unverbesserliche Wenn's piept, dann heisst es raus aus der Sonne RUB-Dermatologen testeten UV-Dosimeter Mit einem eindringlichen Piep-Ton vertreibt ein seit wenigen Tagen im Handel erhaeltliches Geraet die unverbesserlichen "Sonnenanbeter" aus dem Bereich gefaehrlicher UV-Strahlung. In dreijaehriger Forschungsarbeit entwickelten die ostdeutschen RFT-Forschungslaboratorien, Stassfurt, den UV-Control, ein handliches Geraet, kleiner als eine Zigarettenschachtel. Wissenschaftlich und dermatologisch beraten wurden sie von der Dermatologischen Klinik der Ruhr-Universitaet Bochum im St. Josef Hospital (Leitung: Prof. Dr. Peter Altmeyer). Um ca. zwei Jahre haben sich die Entwicklungarbeiten am UV- Control verzoegert. Das Hauptproblem war die Entwicklung eines geeigneten UV-Sensors. Der UV-Control verfuegt ueber einen Sensor mit besonders grossem OEffnungsmesswinkel (ueber 100°) und einem speziell dafuer entwickelten Mikroprozessor, der verschiedene Hauttypen und die verwendeten Lichtschutzfaktoren (in Sonnenmilch u.ae.) dauerhaft speichert. Unter Beruecksichtigung der Vorbraeunung warnt das Geraet in genuegend grossem Abstand vor dem Erreichen der maximal noch unschaedlichen UV-Dosis. UV-Control ist aber kein Ersatz fuer Sonnenschutzmittel. Sie sind weiter notwendig. Das Geraet ist eher eine ideale Ergaenzung, die es dem Einzelnen ermoeglicht, mehr Informationen ueber den seinen Hauttyp zu erfahren und sich so zuverlaessig zu schuetzen. Obwohl Hautaerzte verstaerkt vor dem gefaehrlichen "schwarzen Krebs" und anderen Hauttumoren warnen, gilt in Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Laendern noch immer das Schlagwort der "gesunden Braeune". So ist das ausgedehnte Sonnenbad hier nach wie vor auf der Tagesordnung, das, zusammen mit anderen Faktoren, in den letzten 40 Jahren die Versechsfachung der Neuerkrankungen bei Hautkrebs verursacht hat. Das Risiko, an dem sehr gefaehrlichen "schwarzen Krebs" zu erkranken, erhoeht sich auch durch Sonnenbraende waehrend der Kindheit bzw. eine hohe UV- Belastung in den ersten 15-20 Lebensjahren.Auskuenfte: Fuer medizinische Fragen: Prof. Dr. Peter Altmeyer, Dermatologische Klinik der Ruhr-Universitaet Bochum im St. Josef Hospital, Gudrunstrasse 56, 44791 Bochum, Tel. 0234/509-3410, Fax: 0234/509-3445. Fuer technische Fragen: Dr. Beyer, RFT Stassfurt, Loederburger Str. 94, 39418 Stassfurt, Tel. 03925, Fax: 03925/968744
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