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Konzertierte Aktion zur Erforschung von HCMV-Infektion

10.07.1996 - (idw) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Institut für Klinische und Molekulare Virologie an EG-Projekt beteiligt

Konzertierte Aktion zur Erforschung von HCMV-Infektionen

Die Europäische Gemeinschaft (EG) fördert unter dem Titel "Infektionen mit dem menschlichen Cytomegalovirus in immunsupprimierten Patienten³ (Infections with human cytomegalovirus in the immunocompromised host) eine "Konzertierte Aktion³ im Rahmen des Programms Biomed 2. Das Projekt, an dem 13 Wissenschaftler aus sieben europäischen Ländern beteiligt sind, wird an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg durch Prof. Dr. Michael Mach vom Institut für Klinische und Molekulare Virologie (Leitung: Prof. Dr. Bernhard Fleckenstein) koordiniert. Ziel des für drei Jahre bewilligten Projektes ist die Erforschung molekularbiologischer und klinischer Aspekte der HCMV-Infektion.

Das menschliche Cytomegalovirus (HCMV), ein Virus der Herpesgruppe, ist ein weit verbreiteter Erreger, mit dem in Mitteleuropa die Hälfte der Bevölkerung infiziert ist. Die Infektion verläuft normalerweise klinisch unauffällig. Bei Patienten mit geschädigtem oder nicht voll ausgebildetem Immunsystem kommt es jedoch häufig zu schweren bis tödlich verlaufenden Infektionen. Zu den Risikogruppen gehören Transplantatempfänger, Neugeborene und Patienten mit AIDS.

In dem jetzt von der EG geförderten Projekt arbeiten europäische Wissenschaftler zusammen, die an den molekularbiologischen und klinischen Aspekten der HCMV-Infektion seit langem interessiert sind. Im einzelnen wollen sie vier übergreifende Problemkreise bearbeiten:

Durch die Untersuchung der Genregulation wollen sie Aufschluß darüber bekommen, welche Gene des Virus wichtig für die Pathogenese und die Persistenz sind. Sie wollen ferner die humorale und die zelluläre Immunantwort analysieren, um effiziente Strategien zur Immunprophylaxe und Therapie entwickeln zu können. Zudem wollen sie die diagnostischen Möglichkeiten einer HCMV-Infektion verbessern und in den Transplantationszentren innerhalb Europas vereinheitlichen. Schließlich sollen in dem Projekt neue Chemotherapeutika entwickelt und getestet werden.

Das Team von Prof. Dr. Michael Mach befaßt sich hauptsächlich mit der Identifizierung und Charakterisierung von Antikörpern, die das Virus effizient neutralisieren können. Die FAU-Wissenschaftler werden prüfen, ob diese Antikörper unterschiedliche Aktivitäten gegen verschiedene Virusstämme aufweisen, und den Zusammenhang zwischen dem Fehlen bestimmter Antikörpertypen und klinisch manifester HCMV-Infektion untersuchen.

Kontakt: Institut für Klinische und Molekulare Virologie, Prof. Dr. Michael Mach, Schloßgarten 4, 91054 Erlangen, Tel. und Fax: 09131/85 -2101

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