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Herz - Rätsel in Wissenschaft und Kunst

04.06.1997 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Bochum, 05.06.1997 Nr. 107

HERZ - Rätsel in Wissenschaft und Kunst

Eine Ausstellung im Malakowturm der RUB

Zum Zentrum des Fühlens, Glaubens und Denkens

Jahrhunderte war das Herz das Zentrum des Fühlens, Glaubens und Denkens - und nun soll es nur noch ein wichtiger aber beliebiger Muskel sein? Mit einer Ausstellung ,HERZ - Rätsel in Wissenschaft und Kunst" im Malakowturm (Markstr. 258a, 12. Juni bis 10. August 1997) will die Medizinhistorische Sammlung der Ruhr-Universität Bochum (Leiterin: Prof. Dr. Irmgard Müller) in der Konfrontation von Wissenschaft und Kunst dazu beitragen, das abgenutzte, heute sinnentleerte Bild des Herzens mit neuer Bedeutung aufzuladen und die vielfältigen Aspekte in neuen Kombinationen zu vergegenwärtigen. Zur Eröffnung am 12. Juni 1997, 18 Uhr, sind die Medien herzlich willkommen. Es spricht die Kunsthistorikerin Dr. Eva Müller, Bochum.

Formenverwandtschaften

Die Ausstellung ist ein erstes Ergebnis der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Künstler, Pathologen, Kardiologen, Kunst- und Medizinhistoriker. Den Anstoß dazu gaben Arbeiten der Bildhauers Friedrich Gräsel. Er hat Formenverwandtschaften zwischen seinen Herz-Plastiken und -Zeichnungen mit den Durchströmungsversuchen des Heidelberger Pathologen Klaus Goerttler endeckt. Die Konstruktionszeichnungen und Skizzen des Mediziners, der mit Glasmodellen die Entwicklungsgeschichte des Herzens und seiner Fehlbildungen aufzuklären versuchte, inspirierten den Künstler, neue Formen und Zeichen für das Herz als Bedeutungsträger über das anatomisch-physiologische Substrat hinaus zu finden.

... und Grenzüberschreitungen

Die Gegenüberstellung dieser unterschiedlichen Perspektiven und ,Grenzüberschreitungen" geben nicht nur einen Einblick in die wissenschaftlichen Erfahrungen und Erkenntnisse über die Anatomie und Physiologie des Herzens; sie zeigen darüber hinaus auch die vielfältigen Facetten und komplexen Bilder, Symbole und Metaphern, die sich um das rätselhafte Organ als Zentrum von Denken, Fühlen und Glauben seit Jahrtausenden entwickelt haben.

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beschreibung der ausgestellten Objekte, einem Werkverzeichnis von Friedrich Gräsel und mit Beiträgen von Volker Becker, Klaus Goerttler, Friedrich Gräsel, Helmut Jansen, Reiner Körfer, Eva Müller, Irmgard Müller. Der Katalog kostet DM 20,-

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: 12. Juni bis 10. August, Mi 9-12 und 14-18 Uhr, Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr, in der Ruhr-Universität Bochum, Malakowturm, Markstraße 258a, 44799 Bochum,

Von Bochum nach Bad Oeynhausen

Vom 24. August bis 30. September, täglich durchgehend geöffnet, ist die Ausstellung im Herz- und Diabeteszentrum NRW, Klinikum der Ruhr-Universität Bochum, Georgstraße 11, 32545 Bad Oeynhausen

Weitere Informationen

Prof. Dr. Irmgard Müller, Ruhr-Universität Bochum, Medizinische Fakultät, Abteilung Geschichte der Medizin, 44780 Bochum, Tel. 0234/700-3394, Fax. 0234/7094-205

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