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Gelungene Kooperation GhK - Städtische Werke AG: Einstieg ins Multimedia-Zeitalter

27.10.1997 - (idw) Universität Kassel

Pressemitteilung der GhK Nr. 107/97 - 27. Oktober 1997

Gelungene Kooperation GhK - Städtische Werke AG: Einstieg ins Multimedia-Zeitalter

Kassel. Eine gelungene regionale Kooperation präsentieren die Universität Gesamthochschule Kassel und die Städtische Werke AG am 27. Oktober. Die Versorgungsgesellschaft übergab der Kasseler Uni offiziell die Nutzung von Lichtleiterübertragungswegen: Ein Geschäft zu beiderseitigem Nutzen. Denn die Hochschule nutzt so zu guten Konditionen jene Daten-Kommunikationswege, die der städtische Energie- und Verkehrsversorger zum größten Teil ohnehin schon besaß und nun seit einem Jahr als Anbieter elektronischer Kommunikation offerieren kann. "Die Region hat Zukunftspotentiale", so betont GhK-Kanzler Dr. Gädeke. "Die in der Region vorhandenen Ressourcen - wie jetzt die Leitungen der Städtischen Werke - zum gemeinsamen Nutzen einzubringen, kann Nordhessen deutlich voranbringen." Entlang von Straßenbahnstrecken, Stromleitungen und Fernwärmenetzen liegen Glasfaserstrecken, die die GhK für ihre Datenströme, für Telefon, Fax und Internet benötigt. Seit April 1997 sind die Standorte der Hochschule in Kassel am Holländischen Platz (Campus), in der Wilhelmshöher Allee (Elektrotechnik), in der Heinrich-Plett-Straße (Naturwissenschaft/Mathematik) und in der Menzelstraße (Kunsthochschule) über die Leitungen der Städtischen Werke darüber verbunden, nachdem zusätzlich Glasfaserkabel zur Verbindung der Hochschulstandorte verlegt wurden. Seither telefonieren, faxen und e-mailen die GhK-Beschäftigten innerhalb der Hochschulstandorte in Kassel nicht mehr auf Übertragungsleitungen der Telekom, sondern auf denen der Städtischen Werke AG. Und auch die Datenströme der vernetzten Computeranwendungen - vom Internet bis zu den Forschungsrechnern - laufen seither über die städtischen Glasfaserkabel. "Das Netz kann als Prototyp eines regionalen Multimedianetzes gelten", so Manfred Seedig, Leiter des Hochschulrechenzentrums. "Die erfolgreiche Zusammenarbeit der Städtische Werke AG und der GhK demonstriert drei wichtige Trends in der Entwicklung moderner Kommunikationsnetze: Leistungserhöhung und Kostenreduktion durch die Verlegung einer eigenen Glasfaser-Infrastruktur, Kostenreduktion durch Sprach-/Datenreduktion und Erweiterung der Palette der Internet- und Intranet-Dienste (hausinterne Datenvernetzungen) von Multimedia-Anwendungen." Und auch der Kanzler der GhK, Gädeke, Verwaltungschef und oberster Hüter der Haushaltsmittel, kann die Nutzung der Glasfaserleitungen der Städtischen Werke AG nur loben: "Der Daten- und Telefontransfer ist nicht nur schneller geworden, er ist auch für die interne Kommunikation halb so teuer wie bislang. Das entlastet den Hochschuletat und Leitungszusammenbrüche beim Telefon durch Überlastung kennen wir seither auch nicht mehr." Wie das Netz funktioniert, das seine Testphase seit April mit Bravour bestanden hat, zeigten Demonstrationen des Hochschulrechenzentrums: Gezeigt wurden Beispiele einer Videokonferenz mit drei Beteiligten sowie der Abruf von Videos über das Netz (Video on demand). Ob es nun der Oscar-gekrönte Trickfilm Quest von den GhK-Studenten Thomas Stellmach und Tyron Montgomery war oder der Trailer der Hessenschau (HR) - die Einspielungen waren rasch und qualitativ hochwertig auf den Computern zu sehen. Für die Experten des Hochschulrechenzentrums ist der jetzige Ausbaustand, in dem Datenkommunikation und Telefonie auf dem gemeinsamen "Transportweg" Glasfaser integriert wurde, ein sehr befriedigender Zustand. Aber noch sind sie nicht am Ziel ihrer Bemühungen. Noch fehlen Glasfaserverbindungen zu vielen Räumen und Arbeitsplätzen in der Hochschule, die bei den Nutzern Multimedia-Anwendungen wie Telekooperationen, virtuelle Universität und Multimedia-Informationsdienste ermöglichen. "Daran arbeiten wir gegenwärtig, um nach einer Nachrüstung des Netzes beim Anwender flächendeckend den Zugang zu diesem Kommunikationsmittel anbieten zu können. Doch wir haben jetzt die Basis für die Multimedia-Kommunikation in dem Corporate Network "GhKnet" schon geschaffen," betont Dr. Rolf Henze, Abteilungsleiter Datenkommunikation im HRZ. Das Corporate Network der GhK verbindet das innere Daten- und Telekommunikationsnetzwerk über einen eigenen Server und Provider mit der Welt. "Wenn jetzt ein entsprechendes City-Netz in Kassel entstünde, das diese Technik allgemein verfügbar machte für Industrie, Handel, Handwerk, Banken, Sparkassen, Versicherungen, Verwaltungen und Privathaushalte", so wünschten sich die Hochschulvertreter, "dann würde Kassel den Weg in das Informationszeitalter antreten und die Grundlage für neue Erwerbsformen und Dienstleistungen schaffen."


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