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Multimedia-Workshop via ATM-Leitung Mannheim/Berkeley

14.03.1997 - (idw) Universität Mannheim

Workshop per Datenleitung zwischen Mannheim und Berkeley

80 Experten konferierten ueber eine Entfernung von 9000 Kilometern zum Thema "Multicast for Multimedia"

Experten aus Wissenschaft und Industrie diskutierten am 28. Februar 1997 im Rahmen des "International Workshop on Multicast for Multimedia". Das Besondere an dieser Tagung: 50 Teilnehmer sassen in einem Hoersaal der Universitaet Mannheim, 30 ihrer Gespraechspartner am International Computer Science Institute in Berkeley (ICSI), Kalifornien. Veranstalter waren der Lehrstuhl fuer Praktische Informatik IV der Universitaet Mannheim (Prof. Dr. Wolfgang Effelsberg) und das ICSI.

Jeweils drei Vortraege auf beiden Seiten sowie eine anschliessende Diskussion wurden live ueber den amerikanischen Kontinent und den Atlantik hinweg digital per ATM-Standleitung uebertragen - bei den Daten handelte es sich um digitales Audio, digitales Video und ein verteiltes Whiteboard, also gleichsam das elektronische "Tafelbild". Die wissenschaftlichen Ausfuehrungen zum Thema "Multicast" (Verfahren, um von einem Sender aus mehrere Empfaenger moeglichst effizient zu erreichen) konnten die Experten in Mannheim auf einem Grossbild- Beamer (etwa 6 mal 4 Meter) im Multimedia-Hoersaal der Universitaet Mannheim verfolgen - in Berkeley stand vergleichbare Ausruestung zur Verfuegung.

Die Qualitaet der Video- (25 bis 30 Bilder pro Sekunde bei etwa 1,3 Megabit Uebertragungsgeschwindigkeit) und der Audio-Uebertragung (64 Kilobit pro Sekunde) war ausgezeichnet - entsprechend positiv war auch die Reaktion der Teilnehmer. Die Netzwerkverbindung war absolut stabil, waehrend der gesamten Dauer der vierstuendigen Veranstaltung wurden bei einer kontinuierlichen Uebertragung von zusammen etwa 3 Megabit pro Sekunde keine Datenverluste festgestellt.

Die Leitung fuehrte ueber mehrere Stationen bzw. Abschnitte: vom ICSI in Berkeley auf Leitungen des Unternehmens Pacific Bell nach Oakland und Burlingame (beide Orte liegen in Kalifornien), ueber eine Sprint/Global One-Leitung nach Reston (Virginia) und Montreal (Kanada), dann ueber Teleglobe nach Hamburg (dieser erste Abschnitt ist Teil des MAY- Projektes - Multimedia Applications on Intercontinental Highways - und wurde von den jeweiligen Projektpartnern gesponsort). Von Hamburg ging es weiter ueber eine von der Telekom gemietete Leitung zum GMD-Forschungszentrum Informationstechnik in Sankt Augustin bei Bonn, schliesslich ueber eine BWin-Leitung nach Mannheim.

Bei der Verwirklichung dieser komplizierten Leitungsfuehrung mussten viele Institutionen und also auch viele Menschen zusammenarbeiten - eine Herausforderung, die schliesslich mit Erfolg bewaeltigt werden konnte, auch wenn es manche Huerde zu nehmen galt: So war bei der Vorbereitung der erste Test der Datenstrecke in letzter Minute daran gescheitert, dass einer der Verbindungsleute in den USA mit einer Lebensmittelvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde ...

Weitere Informationen koennen Sie sich im Internet abrufen: http://www.informatik.uni-mannheim.de/MCWS97

Sie koennen sich auch wenden an: Dipl. Wirtsch.-Inf. Wieland Holfelder, Lehrstuhl Praktische Informatik IV, Universitaet Mannheim, 68131 Mannheim, Tel. 0621-292-5679, E-Mail: whd@pi4.informatik.uni-mannheim.de

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