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Erstes binationales Teleseminar mit TU Budapest

05.03.1997 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 019 / 4. Maerz 1997 / sho

Pionierleistung der Universitaet Karlsruhe:

Erstes binationales Teleseminar mit TU Budapest

Die Universitaet Karlsruhe, die zusammen mit der Universitaet Freiburg als eine der ersten deutschen Universitaeten Teleseminare eingefuehrt hat, uebernahm bei der Ausdehnung dieser Seminare ueber die nationalen Grenzen hinaus wieder eine Vorreiterrolle: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. h.c. Hans Martin Lipp, Institut fuer Technik der Informationsverarbeitung, veranstaltete gemeinsam mit Prof. Dr. Sci. Peter Arató, Technische Universitaet Budapest, vor kurzem das erste binationale Teleseminar, und zwar zum Thema ,Zustandsfreie und zustandsbehaftete Spezifikationsmethoden fuer Steuerwerke".

Die Universitaet Karlsruhe reiht sich damit in den Trend ein, der in den USA und in Japan zu beobachten ist. Zwar muss sie bei der fuer sie bezahlbaren Technik noch eine Reihe von Abstrichen hinnehmen; doch kann sie auf die bereits jetzt machbaren Erfahrungen nicht verzichten, wenn sie in dem Wettbewerb, der auch auf diesem Gebiet einsetzt, eine gute Position einnehmen will.

Als technische Basis fuer die Kommunikation dienten beim Teleseminar auf jeder Seite eine Silicon Graphics Workstation mit den Programmen InPerson und Mbone, die zeitweise ueber eine Standard-ISDN-Waehlverbindung mit einer Bandbreite von 2 x 64 kbit/s gekoppelt waren. Ueber eine LCD-Overhead-Projektion an beiden Standorten konnten alle Anwesenden die Sitzungen an den Workstations verfolgen. Bei der Durchfuehrung des Seminars war das Rechenzentrum der Universitaet Karlsruhe ein wichtiger Partner.

Die Studierenden praesentierten an vier Terminen jeweils im Wechsel zwischen Karlsruhe und Budapest zwei dreissig Minuten dauernde Referate zu einem Teilthema mit der Moeglichkeit, dass die Partner der Gegenseite Fragen und Ergaenzungen einbringen konnten. Neben den didaktischen und methodischen Aspekten einer solchen Praesentation lernten die Studierenden auch, das Teleseminar mit der doch recht begrenzten Bandbreite einer ISDN-Verbindung erfolgreich zu gestalten.

Da die Workstations jeweils mit dem aktuellen Datenbestand des anderen Partners arbeiten, stellt der Austausch der Daten bei der geringen Bandbreite der ISDN- Verbindung einen wesentlichen Zeit- und damit auch Kostenfaktor bei internationalen Telefonverbindungen dar. Die sorgfaeltige, datentechnisch wenig Darstellungs- aufwand benoetigende Gestaltung von Bildern, Grafiken und Formeln ist somit eine zentrale Forderung fuer die effiziente Durchfuehrung von transnationalen Teleseminaren. Der Betreuungsaufwand fuer die Veranstalter eines solchen Teleseminars und der Vorbereitungsaufwand fuer die Seminarteilnehmer erhoehen sich entsprechend und sind wesentlich groesser als bei Seminarveranstaltungen am gleichen Ort oder bei Einsatz breitbandiger Kommunikationsverbindungen.

Naehere Informationen: Prof. Hans Martin Lipp Institut fuer Technik der Informationsverarbeitung, Tel. 0721/608-2502/2503

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