Grabmäler der Luxemburger, Neuerscheinung27.11.1997 - (idw) Universität Trier
246/1997 27. November 1997 Buchpraesentation am 02. Dezember 1997 Die Grabmaeler der Luxemburger Gemeinsame Publikation von Universitaet Trier und Centre Universitaire in Luxemburg ,Die Grabmaeler der Luxemburger - Image und Memoria eines Kaiserhauses" ist der Titel eines Sammelbandes, den der Trierer Kunsthistoriker Prof. Dr. Michael Viktor Schwarz herausgegeben hat, und der am Dienstag, 02. Dezember 1997 um 19.00 Uhr im Bischoeflichen Dom- und Dioezesanmuseum Trier in der Windstrasse 6 - 8 oeffentlich praesentiert wird. Der ueber 198 Seiten starke Sammelband enthaelt acht Beitraege von fuenf Autoren. Er ist mit 92 Abbildungen und 16 Farbtafeln ansprechend ausgestattet. Die Publikation wurde in Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 235, Projekt ,Grabdenkmaeler zwischen Maas und Rhein" an der Universitaet Trier und dem Centre luxembourgeois de documentation et d'etudes medievales erarbeitet. UEberrascht stellt man fest, dass die Luxemburger das einzige Kaiserhaus des Mittelalters waren, das eine Reihe bekannter Sepulkralmonumente hinterlassen hat. Die bekanntesten sind der Dom St. Veit in Prag, der Kaiser Karl IV. als Grabeskirche diente und ein Grabmal des Kaisers barg. Sodann das Denkmal fuer Margarete von Brabant in Genua und das fuer Kaiser Heinrich VII., errichtet von der Pisaner Stadtgemeinde im Pisaner Dom, beide nur in freilich aufschlussreichen Resten erhalten. Diese Monumente hatten die Forschung seit jeher angezogen. Behandelt werden ausserdem das Grabmal Erzbischof Balduins im Trierer Dom, die UEberlieferung zum urspruenglichen Grabmal Johanns des Blinden in der Luxemburger Muensterabtei und die als Mausoleum fuer denselben Koenig durch Karl Friedrich Schinkel und Koenig Friedrich Wilhelm IV. von Preussen ueber der Saar bei Kastel errichtete romantische Kapelle. Die sechs Denkmaeler geben einen Eindruck von der frommen Memorialfuersorge und vom Nachleben einer Herrscherfamilie, deren Mitglieder die verschiedensten Funktionen innehatten. Sie erlauben es, aus diesem Blickwinkel eine imaginative Geschichte des Hauses Luxemburg in seiner Glanzzeit nachzuzeichnen. Daneben wird deutlich, dass die Luxemburger eine glueckliche Hand bei der Auswahl ihrer Kuenstler besassen - Giovanni Pisano, Tino da Camaino, Peter Parler (um nur die beruehmtesten Namen zu nennen). Die Geschichte des Hauses Luxemburg umfasst auch ein wichtiges Stueck europaeischer Kunstgeschichte.
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