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Chinesischer Kulturphilosoph Li Zehou spricht in Trier

10.11.1997 - (idw) Universität Trier

212/1997 10. November 1997

Ein politisch unabhaengiger Denker Chinesischer Kulturphilosoph spricht an der Universitaet Trier

Der chinesische Kulturphilosoph Li Zehou wird ab dem 12. November 1997 Gast an der Universitaet Trier sein. Der am Swarthmore College in den USA lehrende Prof. Li zaehlt aufgrund seiner zahlreichen und kontrovers diskutierten Schriften zum alten und modernen China zu den renommiertesten Intellektuellen des heutigen China. Er wird an der Universitaet Trier im Rahmen des Projektes ,China und der Westen im Dialog" - geleitet von dem Sinologen Prof. Dr. Karl-Heinz Pohl und dem Politologen Prof. Dr. Thomas Heberer - einen Vortrag auf Englisch halten mit dem Titel ,Human Nature and Human Future - A Combination of Marx und Confucius".

Der Vortrag findet am Freitag, 14. November 1997 um 14 Uhr c.t. im Hoersaal 9, Gebaeude E der Universitaet Trier statt. Fuer die relativ grosse Gemeinde chinesischer Studierender in Trier - sowohl aus der Volksrepublik China als auch aus Taiwan - wird Prof. Li zudem eine Diskussionsveranstaltung auf Chinesisch anbieten.

Prof. Li Zehou wurde 1930 in Chansha in der Provinz Hunan geboren. Nach seinem Studium der Paedagogik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Chansha und Beijing arbeitete er 1954 am Hochschulministerium, war Assistent am Philosophischen Institut der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften in Beijing, seit 1978 Professor und seit Mai 1992 Gastprofessor in Tuebingen. Derzeit lehrt er am Swarthmore College in den USA. Seine Schriften in den achtziger Jahren uebten auf die chinesische intellektuelle Jugend einen enormen Einfluss aus. Nach den Ereignissen von 1989 hatte Prof. Li zunaechst Veroeffentlichungsverbot und durfte nicht ausreisen. Die erste Ausreise von Prof. Li Zehou im Jahr 1992 erregte zunaechst grosses Aufsehen nach den Ereignissen im Jahr 1989. Inzwischen hat er sich noch weiter zu einem politisch unabhaengigen Denker entwickelt, so dass er von Exiloppositionellen und Orthodoxen gleichermassen angegriffen wird. Eines seiner zentralen Anliegen war und ist es nach wie vor, zwischen dem westlichen und chinesischen Denken zu vermitteln. Diese Thematik hat allerdings durch die inzwischen von Samuel Huntington angestossene Diskussion um einen ,Clash of Civilzations" eine neue Aktualitaet, wenn nicht sogar Brisanz gewonnen.

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