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Tagung: Geschlechterforschung

24.10.1997 - (idw) Gerhard-Mercator-Universität Duisburg (bis 31.12.2002)

24.10.1997

Internationales Forscher-innentreffen an der Uni, 29. - 31.10.

Geschlecht als Kategorie Frau und Mann in der Gesellschaft

Geschlechtertheorie - Geschlechterforschung lautet der Titel eines disziplinuebergreifenden Forscher-innentreffens an der Mercator- Universitaet vom 29. bis 31. Oktober. Veranstaltet wird es von der bundesweit ersten Professorin fuer feministische Philosophie, Prof. Dr. Marion Heinz und der Uni-Frauenbeauftragten Dipl.-Paed. Ulla Ziller.

In den traditionellen Kultur- und Gesellschaftswissenschaften spielte kaum eine Rolle, unter welchen Bedingungen Frauen gelebt und wie sie sich kulturell geaeussert haben. Anders wurde dies erst, als vor allem engagierte Wissenschaftlerinnen nachdruecklich forderten, auch die andere Haelfte der Menschheit zum Forschungsgegenstand zu machen und selbst detaillierte Studien zu dieser Thematik vorlegten.

Inzwischen hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass die Rolle der Frau nur im Zusammenhang mit der des Mannes zu untersuchen ist. Deshalb ist jetzt die Kategorie der Geschlechterforschung in den Mittel- punkt der geisteswissenschaftlichen Forschungsdebatte gerueckt. Be- teiligt sind Expert-innen aus der Philosophie, Literatur-, Politik- und Geschichtswisseschaft.

Die Koenigin als buergerliches Trauerspiel

Diese neue Forschungsperspektive fuehrt im Duisburger Kolloquium zahlreiche Wissenschaftler-innen zusammen (Uni-Bereich Lotharstr. 65, Gebaeude LE, Raum 735/Senatssaal). Interessierte sind herzlich eingeladen.

Konkret vorgestellt wird unter anderem die Diskussion um die Kuenstlerin Cindy Sherman, die als "amerikanische Antwort auf den europaeischen Hintersinn" gilt. Die aussergewoehnliche Foto- Kuenstlerin machte in den vergangenen zwanzig Jahren vor allem mit aufsehenerregenden Ausstellungen und Projekten auf sich aufmerksam. Bekannt wurde sie durch ihre ungewoehnlichen Frauen- Darstellungen und in juengster Zeit mit surrealistisch anmutenden Selbstportraits.

Aus dem Themenspektrum:

- Der Text, die Frau, das Bild und der Kunstkritiker: Zur Cindy-Sherman-Rezeption (Silja Fleissner, 29.10.,17 Uhr, LE 735)

- "Die Koenigin" als buergerliches Trauerspiel. Geschichtsproduktion und Mythenbildung im 19. Jahrhundert Prof. Regina Schulte, 30.10., 13.30 Uhr, LE 735)

- Die Kulturen weiblicher Gottheiten in patriachalischen Gesellschaftsstrukturen (Dr. Helga Scholten, 30.10., 14.30 Uhr, LE 735)

- Geschlechtsspezifische Unterschiede im Fuehrungsverhalten (Prof. Edgar Heineken, 31.10., 11 Uhr, LE 735)

- "Du sollst keine anderen Goetter neben mir haben". Die Geschlechterdifferenz im Lichte machtpolitischer Vereinnahmung des Begehrens (Prof. Hedda Herwig, 31.10., 16 Uhr, LE 735)

Oeffentlicher Abendvortrag in Hoersaal MD 162

Zu einem Oeffentlichen Abendvortrag laden die Veranstalterinnen Interessierte am Donnerstag, 30. Oktober ein: Die Pionierin der feministischen Philosophie, die Wiener Professorin Dr. Herta Nagl- Docekal, spricht um 20 Uhr ueber die "Anerkennung von Differenz. Zum "state of the art" feministischer politischer Theorie", Uni-Bereich Uni-Bereich Muelheimer Str./Ecke Lotharstr., Hoersaal MD 162.

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