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Unis Heidelberg und Mannheim intensivieren Kooperation

26.01.1998 - (idw) Universität Mannheim

Universitaet Heidelberg Universitaet Mannheim

Kooperation der Universitaeten jetzt noch intensiver Vereinbarungen auf Fakultaetsebene verbessern Studienangebot, gemeinsame Fachentwicklungsplanung ermoeglicht Profilschaerfung

Zwei Universitaeten, zwei unterschiedliche Profile, aber ein gemein-sames Ziel: Studium, Lehre und Forschung auch in Zeiten knapper Kassen weiter zu verbessern. Die Universitaeten Mannheim und Heidelberg haben, aufbauend auf der seit 1995 bestehenden Verein-barung, ihre Kooperation weiter ausgebaut. Eine gemeinsame Rah-menvereinbarung ermoeglicht es den Fakultaeten beider Univer-sitaeten, ihre Zusammenarbeit so zu intensivieren, dass zukuenftig ein Studium an beiden Universitaeten moeglich ist. Bei Bedarf ko-ennen auch gemeinsame Studiengaenge eingerichtet werden.

Den Anfang machen die juristischen Fakultaeten der Hochschulen, die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultaet der Universitaet Heidel-berg und die Fakultaet fuer Volkswirtschaftslehre der Universitaet Mannheim sowie die beiden Geographischen Institute. Gemeinsam mit den Rektoren Prof. Dr. Juergen Siebke (Heidelberg) und Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Frankenberg (Mannheim) unterzeichneten die be-teiligten Dekane und Institutsdirektoren am Montag, 26. Januar, in Heidelberg die entsprechenden Kooperationsvereinbarungen. Die Vorteile fuer die Studierenden: UEber das Studium an der einen Universitaet hinaus koennen sie jetzt ohne buerokratische Hindernis-se Lehrveranstaltungen an der anderen Universitaet besuchen, die Studienleistungen werden anerkannt. Examenskandidaten in Geo-graphie und VWL koennen zukuenftig ihre Pruefungen zum einen Teil hier, zum anderen Teil dort ablegen, zum Beispiel also die Di-plompruefungen an der Heimatuniversitaet in Mannheim machen, die Diplomarbeit aber bei einem Professor in Heidelberg schreiben. Auch bei den Juristen werden, wenn das Stuttgarter Justizministeri-um zustimmt, Leistungsnachweise in bestimmten Gebieten gegen-seitig anerkannt. Die Geographen haben sich ausserdem einen ge-meinsamen Studiengang Diplomgeographie mit Schwerpunkt "Umwelt und Ressourcen" zum Ziel gesetzt.

Auch in der Forschung soll die Kooperation kuenftig enger und ein-facher werden. Dazu gehoeren gemeinsame neue Forschungspro-jekte, Konferenzen und Seminare ebenso wie Absprachen, wenn es um groessere Investitionen fuer Forschungsvorhaben geht. Die Juri-sten planen darueber hinaus die Errichtung eines gemeinsamen In-stituts fuer Medizinrecht mit Sitz in Mannheim.

So wie die Studierenden profitieren natuerlich auch die Univer-sitaeten von den Vereinbarungen. "Die gemeinsamen Fachentwick-lungsplanungen erlauben es uns, die Forschungs- und Lehrprofile der beiden Universitaeten weiter zu schaerfen", betonen die Rekto-ren uebereinstimmend. Zwar muessten im Rahmen des Solidarpak-tes der Universitaeten mit dem Land Stellen abgegeben werden, die dadurch notwendigerweise entstehenden Luecken wuerden jedoch durch die Zusammenarbeit mit der Nachbaruniversitaet wieder ge-schlossen. Allerdings wird in beiden Hochschulen darauf geachtet, dass es in jedem Fach bestimmte wissenschaftliche Kernelemente gibt, die an jeder Universitaet vorhanden sein muessen und auch durch eine noch so enge Kooperation nicht ersetzt werden koennen.

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