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Symposium: Der Massregelvollzug in der öffentlichen Diskussion

22.08.1997 - (idw) Fachhochschule Bielefeld

06. November 1997: FH Bielefeld richtet Symposium "Der Massregelvollzug in der öffentlichen Diskussion" aus

Unter der Themenstellung Der Massregelvollzug in der offentlichen Diskussion steht am 6. November 1997 das Symposium der Fachhochschule (FH) Bielefeld und des IFOBS - Institut fur Forschung, Beratung und Sozial- arbeitsforschung. Das eintagige Symposium soll uber den Massregelvollzug*) aufklaren, den sich entwickelnden Feindbildern entgegenwirken und auf die Sensibilitat der Offentlichkeit sachgerecht reagieren.

Der gesellschaftliche Klarungsbedarf nach dem geeigneten Umgang mit psy-chisch kranken Straftatern, insbesondere mit der Gruppe der Sexualstraftater, lasst sich an den heftigen Reaktionen, die dieses Thema in der Offentlichkeit derzeit hervorruft, ablesen. Die offentliche Diskussion wird stark emotionalisiert gefuhrt, so dass eine Verstandigung der verschiedenen Seiten schwieriger denn je zu sein scheint. Es ist nicht leicht, diese komplexe Problematik in eine konstruktive Auseinandersetzung zu bringen. Hier spielen u. a. auch die Medien mit der Aufbereitung der Thematik eine wichtige Rolle.

Die Referenten des Symposiums und ihre Arbeitsthemen sind:

o Dr. Axel Horstmann, Minister fur Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Dusseldorf: Forensik im Kreuzfeuer - Akzeptanz fur einen modernen Massregelvollzug

o Gerhard Mauz, Redakteur Der Spiegel", Hamburg: Einfluss und Interesse am Massregelvollzug: Die Rolle der Medien

o Dr. Helmut Pollahne, Akad. Rat, Wiss. Mitarbeiter Oberstufenkolleg an der Universitat Bielefeld: Massregelvollzug zwischen Strafvollzug und Psychiatrie

o Professor Dr. Norbert Leygraf, Gutacher, Direktor des Instituts fur Psychiatrie der Universitat Essen: Rehabilitative Massnahmen: Grenzen und Chancen aus Sicht des Gutachters

o Dr. Sabine Nowara, Gutachterin, Dipl. Psychologin, Institut fur Forensische Psychiatrie der Universitat Essen: MitarbeiterIn in der Spannung zwischen beruflicher und privater Rolle

o Thomas Hax-Schoppenhorst, Padagogischer Mitarbeiter der Abteilung Forensische Psychiatrie der Rheinischen Landesklinik Duren: Feindbild Burgerinitiative - Feindbild Klinik.

Das Symposium endet mit der Podiumsdiskussion: Von der Aufklarung zur Ver-standigung?. Teilnehmer sind: Dr. Wolfgang Pittrich, Landesrat, Leiter der Abt. Gesundheitswesen des Lan dschaftsverbands Westfalen-Lippe, Munster; Graf Kunhard von Plettenberg, Vorsitzender der Burgerinitiative , Verein Sicherheit vor Therapie e.V., Lippstadt/Eickelborn ; Wolfgang Trampe, Leiter des Pflege-dienstes des Westf. Zentrums fur Forensische Psychiatrie, Lippstadt; Dr. Wei-gand, Professor fur Erziehungswissenschaften an der FH Bielefeld, Leiter des Instituts fur Fortbildung, Beratung und Sozialarbeitsforschung.

Anfragen und Anmeldungen sind zu richten an: Fachhochschule Bielefeld, In-stitut fur Fortbildung, Beratung und Sozialarbeitsforschung (IFOBS), Kurt-Schumacher-Strasse 6, 33615 Bielefeld, Telefon (o521) 106-2225, Telefax (0521) 106-2989.

*) Unter Massregelvollzug wird die Unterbringung und Behandlung von psychisch kranken Straf-tatern in Kliniken und psychiatrischen Einrichtungen verstanden.

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