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sense&cyber: Alle Bildung ist ästhetisch!

17.04.2002 - (idw) Zentrum für Kulturforschung

Am 25. Mai 2002 zieht das auf drei Jahre angelegte niedersächsische KuBiM-Modellprojekt "sense&cyber" in einem Fachforum zum Thema "Kunst und Technik" eine erste Zwischenbilanz.

Im niedersächsischen Modellkontext wird ästhetische Kompetenz als Wahrnehmungs- und Gestaltungskompetenz definiert, während Medienkompetenz nicht die sachgerechte Bedienung der Materialien und elektronischen Werkzeuge meint, sondern den ästhetisch motivierten Gebrauch aller kultureller Symbolisierungen. Vor dem Hintergrund dieser Thesen führt der Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen mit vier Kunstschulen im Rahmen des BLK-Programms "Kulturelle Bildung im Medienzeitalter (KuBiM)" das Projekt sense&cyber durch.

Wissenschaftlich begleitet von Prof. K.-J. Pazzini und einem Team der Universität Hamburg erforschen Kunstschulen in Aurich, Hannover, Meppen und Oldenburg mit Projekten vor Ort Chancen und Grenzen der alten wie der sogenannten neuen Medien im Kontext von Kunst. Ziel des auf drei Jahre angelegten Modellvorhabens ist es, Kindern und Jugendlichen einen kritisch hinterfragten, kreativen Umgang mit allen Medien zu ermöglichen, um ihre Kompetenzen in selbstbewußten, individuellen Wahrnehmungen und Ausdruckshandlungen zu fördern.

Zur Halbzeit des Projektes haben die bisherigen Erfahrungen verschiedentlich gezeigt, dass ­ ausgehend von den zu Beginn des Projektes formulierten Erwartungen und Zielvorgaben ­ permanente Beobachtung und Reflexion einerseits das Risiko auch des Verwerfens von Konzepten und beherrscht geglaubter Methoden beinhaltet, andererseits jedoch Chancen bietet, aufgrund der langen Projektlaufzeit neue Werkzeuge für sich zu entdecken und eine Kontinuität zu entwickeln, die gerade bei einem Thema mit permanenten Neuentwicklungen um so bedeutsamer ist.


Fachforum "Kunst und Technik":
Unabweisbar taucht Technik auf, wenn Kunst auf den Computer trifft. Das ist aber nur ein Zoomeffekt: Ohne Technik gibt es weder Kunst noch Pädagogik ­ auch wenn kein Computer im Raum steht. Es gilt die Chance zu nutzen, "Technik" noch einmal zu bedenken und auf gegenwärtige künstlerische und pädagogische Erfordernisse zu beziehen.

Als Referenten werden für Vorträge und Diskussionen erwartet:

Heiko Idensen (HyperMedia ­ Aktivist, Hannover):
Cultural Software: Schnittstellen postmedialer Ästhetik

Dr. phil. Heinrich Lühmann (Psychoanalytiker und Pädagoge, Leiter des Humboldt-Gymnasiums in Berlin):
Zur Hand Habbarkeit. Die Kunst der Technik.

Hans-Peter Scharlach (Kunstlehrer und Künstler, Köln):
Die Medien gegen den Strich bürsten. Zum Verhältnis von Kunst und Technik aus künstlerischer und kunstpädagogischer Perspektive.

Ort: Bildungswerk Herrmannsdorfer Landwerkstätten am Kronsberg (Debberoder Str. 61, 30539 Hannover)
Dauer: 11 bis 16 Uhr

Information und Anmeldung:
Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e. V.
Arnswaldtstr. 28
30159 Hannover
Tel.: 0511 - 414776
Fax: 0511 - 417156
eMail: lv-ks@t-online.de
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