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Ein ambulantes Netzwerk hilft Patienten

29.01.1998 - (idw) Universität zu Köln

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Ein ambulantes Netzwerk hilft Patienten Multimedia von der Wissenschaft in den Alltag

Ein neu eingefuehrtes, schmerztherapeutisches Netzwerk (STAN) in der Region Koeln verbessert die ambulante Versorgung von Patienten. AErzte koennen Leitlinien zur Behandlung ueber das Internet abfragen und Patienten tragen ueber ein elektronisches Tagebuch zur Erstellung einer Schmerzverlaufstatistik bei. Die Entwicklung des Netzwerkes wurde neben weiteren, interessanten Beitraegen auf dem "Multimedia-Tag" praesentiert. Dieser wurde im Oktober 1997 vom Regionalen Rechenzentrum der Universitaet Koeln organisiert und jetzt in einem informativen Sammelband veroeffentlicht.

Von der internationalen Wirtschaft schon lange begruesst, dringen Multimedia-Projekte immer mehr in die deutschen Hochschulen vor. Von diesen wird eine praxisorientierte Ausbildung der Studenten im Multimedia-Bereich gefordert und die Lehre soll sich zu einem multimedialen Lern- und Informationssystem entwickeln. Bei der Umsetzung dieser Forderungen entsteht viel Nuetzliches fuer den menschlichen Alltag, das z.B. in der Medizin oder in den Medien seine Anwendung findet. Waehrend des "Multimedia-Tages" stellen die Hochschulinstitute, aber auch Vertreter aus der Wirtschaft ihre Projekte vor. In einem Projekt mehrerer Institute der Universitaetskliniken Koeln wird in Zusammenarbeit mit AErzten und Krankenkassen ein schmerz-therapeutisches ambulantes Netzwerk (STAN) errichtet. Speziell Patienten mit Kopf- und Tumorschmerzen sollen dadurch besser ambulant versorgt werden. Der elektronische Zugang zu den aktuellen Leitlinien garantiert einen adaequaten Einsatz der Medikamentenresourcen und fuehrt bei 80 Prozent der Patienten zu einer zufriedenstellenden Schmerzreduktion. Durch das elektronische Tagebuch der Patienten koennen der Schmerzverlauf und die Wirksamkeit der eingesetzten Medikamente besser kontrolliert werden. Insgesamt soll das Netzwerk dazu beitragen, bekannte Defizite in der Schmerztherapie zu reduzieren.

In den Medien ermoeglichen z.B. virtuelle Akteure eine vielseitige und auch interaktive Darstellung von Themen. Die Arbeitsgruppe Charakteranimation der Kunsthochschule fuer Medien Koeln praesentierte auf dem "Multimedia-Tag" ihre Entwicklung von computergenerierten, animierten 3D-Figuren. Diese koennen elementare Bewegungen, wie z.B. Gesichtsmimik, durchfuehren und durch die Kombinationen mehrerer Bewegungen auch komplexe Ablaeufe. Aktuell laufen Vorhaben, den Akteur mithilfe von Verhaltensschemata zu autonomen Handlungen zu befaehigen. In der Praxis finden solche Animationen z.B. beim Hessischen Rundfunk als Wetterfrosch eine Anwendung. Gegenueber einem menschlichen Moderator kann die virtuelle Figur interessantere und witzigere Aktionen durchfuehren, wie das Fliegen mit einem Regenschirm. Einen mehr ernsthaften Hintergrund besitzt der sprechende Kaktus, der mit sprachsynchroner Lippenanimation taegliche Fortsetzungen einer Geschichte vortragen kann. Zur Zeit wird daran gearbeitet, auch die Gestik und Mimik passend zum gesprochenen Text zu automatisieren. In Lernprogrammen kann der Benutzer dann mit der virtuellen Figur in den Dialog treten.

Der Sammelband zum "Multimedia-Tag" ist fuer DM 12,- im Buchhaus Gonski und im Universitaetsbuchhandel erhaeltlich.

Verantwortlich: Karin Duhnke

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