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Neue Professoren an der Universität zu Köln

19.11.1997 - (idw) Universität zu Köln

NEUE PROFESSOREN AN DER UNIVERSITAET ZU KOELN

Professor Dr. Gerhard Lauth, bisher Universitaet Dortmund, ist zum Universitaetsprofessor C 4 fuer Heilpaedagogische Psychologie ernannt worden.

Der 1947 in Hillesheim geborene Wissenschaftler studierte in Worms und Mainz die Faecher Paedagogik, Psychologie und Betriebswirtschaft. 1979 promovierte er mit dem Thema "Stressbeeinflussung durch sozialen Kontakt und verbale Kommunikation" an der Johannes Gutenberg Universitaet Mainz. 1984 habilitierte er sich hier und erhielt die venia legendi fuer das Lehr- und Forschungsgebiet Psychologie. 1990 war er an der Universitaet Oldenburg zum ausserplanmaessigen Professor ernannt. 1992 uebernahm er eine C4-Professur fuer Rehabilitationspsychologie an der Universitaet Dortmund. Hier erreichte ihn der Ruf der Koelner Universitaet. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehoeren die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitaetsstoerungen, Lernstoerungen und Krankheitsbewaeltigung. In der OEffentlichkeit ist er durch seine Publikationen ueber Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitaetsstoerungen bei Kindern sowie ueber Therapien bei Lern- und Problemloesestoerungen bekannt geworden.

Dr. Angelika Anna Noegel, bisher Max-Planck-Institut fuer Biochemie, ist zur Universitaetsprofessorin C 4 im Institut fuer Biochemie I der Medizinischen Fakultaet der Universitaet zu Koeln ernannt worden.

Die 1952 in Bamberg geborene Wissenschaftlerin studierte in Wuerzburg Biologie. 1979 promovierte sie an der Universitaet Wuerzburg mit dem Thema "Untersuchungen zur Funktion von haemolytischen Plasmiden in Escherichia coli". In den Jahren 1979 bis 1983 hielt sie sich als Postdoctoral fellow an der Rockefeller University in New York auf. Daran anschliessend war sie bis 1997 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Max-Planck-Institut fuer Biochemie, davon seit 1985 als Gruppenleiterin taetig. Hier erreichte sie der Ruf der Koelner Universitaet. 1988 habilitierte sie sich an der Ludwig-Maximilians-Universitaet in Muenchen. Seit 1992 ist die Wissenschaftlerin Editorial Board des Journal of Cell Science. Zu Ihren Hauptforschungsgebieten gehoeren die Zellbewegung und Muskelkrankheiten.

Dr. Clemens Scholten ist zum Universitaetsprofessor C 4 im Seminar fuer Theologie und Ihre Didaktik der Universitaet zu Koeln ernannt worden.

Der 1955 in Ratingen geborene Wissenschaftler studierte in Bonn und Muenster die Faecher Katholische Theologie, Klassische Philologie, Christliche Archaeologie und die Sprachen des christlichen Orients. 1985 promovierte er an der Universitaet Bonn mit der Arbeit "Martyrium und Sophiamythos im Gnostizismus nach den Texten von Nag Hammadi". 1986 verlieh ihm die Gesellschaft der Freunde und Foerderer der Universitaet Bonn den Geffrub-Preis 1986. Bis 1988 war er als Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft taetig. Das Thema seiner Habilitationsschrift lautet: "Antike Naturphilosophie und Christliche Schoepfungstheologie in der Schrift "De opificio mundi" des Johannes Philoponos". Seit 1994 war er als Assistent in der Seelsorge im patoralpraktischen Dienst taetig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehoeren die Theologie- und Froemmigkeitsgeschichte auf dem Hintergrund der Fragestellung "Antike und Christentum", Griechische Patristik und Moenchtum.

Ausserplanmaessiger Professor Dr. Dietmar Schomburg, bisher Gesellschaft fuer Biotechnologische Forschung, Braunschweig, ist zum Universitaetsprofessor C4 im Institut fuer Biochemie der Universitaet zu Koeln ernannt worden.

Der 1950 in Braunschweig geborene Wissenschaftler studierte an der Universitaet seiner Heimatstadt Chemie. Bereits 1976, im Alter von 26 Jahren, promovierte er auf dem Gebiet der Strukturchemie an der Technischen Universitaet Braunschweig. Hier habilitierte er sich 1985 und erhielt die venia legendi fuer das Fach "Strukturchemie". 1983 uebernahm er eine Taetigkeit als wissenschaftlicher Angestellter bei der Gesellschaft fuer Biotechnologische Forschung (GBF). Von 1987 bis 1991 war er Arbeitsgruppenleiter der GBF-Arbeitsgruppe "Molekulare Strukturforschung". Gleichzeitig war er von 1989 bis 1996 Leiter von CAPE (Center of Applied Protein Engineering). 1990 wurde er zum ausserplanmaessigen Professor an der Technischen Universitaet Braunschweig ernannt. Von 1991 bis 1996 war er als Abteilungsleiter "Molekulare & Instrumentelle Strukturforschung" des GBF Braunschweig taetig. Zu seinen Hauptforschungsgebieten gehoeren die Struktur und Funktion von Proteinen, die Bioinformatik sowie das Design von Proteinen mit neuen Eigenschaften. In der OEffentlichkeit ist er bekannt geworden durch seine Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des Protein-Design, die Gruendung und Leitung des "Centrums fuer Angewandtes Protein-Engineering", eines Kooperations- und Know-how Transferzentrums zwischen akademischer und industrieller Forschung auf dem Gebiet des strukturbasierten Protein-Design an der Gesellschaft fuer biotechnologische Forschung in Braunschweig und die Entwicklung einer Enzym-Datenbank. Professor Schomburg war in den Jahren 1985 bis 1989 der deutsche Vertreter in der EG Task Force "Biotechnologie und Information" sowie Mitglied im Berater-Gremium Fachinformationszentrum Chemie. Seit 1990 ist er Vorsitzender des gemeinsamen Arbeitsausschusses "Rechneranwendungen in den Biowissenschaften", der gebildet wird von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Gesellschaft fuer Biologische Chemie (GBCh),DECHEMA, "Gesellschaft fuer Medizinische Information" und der Gesellschaft fuer Informatik (GI). Seit 1991 ist er korrespondierendes Mitglied der CODATA Task Group "Biological Macromolecules". 1993 wurde er zum Vorstandsmitglied der Fachgruppe "Bioinformatik" der Gesellschaft fuer Informatik ernannt.

Dr. Dr. Joachim Zoeller, bisher Universitaet Heidelberg, ist zum Universitaetsprofessor C 4 fuer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ernannt worden.

Der 1953 in Karlsruhe geborene Wissenschaftler studierte in Heidelberg und Mainz Human- und Zahnmedizin. 1980 schloss er sein Studium der Humanmedizin mit der Promotion ab. Vier Jahre spaeter schloss er sein anschliessend aufgenommenes Studium der Zahnmedizin ebenfalls mit der Promotion ab. 1988 wurde er zum Oberarzt der Poliklinik fuer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Ruprecht-Karls-Universitaet Heidelberg ernannt. Durch diese Funktion und der dadurch bedingten Durchfuehrung von umfangreichen Operationen entstanden die beiden wissenschaftliche Schwerpunkte "AEsthetische und funktionelle operative Rekonstruktionsmoeglichkeiten nach radikaler Tumorresektion" und "Kraniofaziale Operationstechniken". Hierbei handelt es sich um eine Therapie von praematuren Kraniosynostosen, interdisziplinaerer Schaedelbasistumorchirurgie und Rekonstruktionsverfahren. Sein wissenschaftlicher Schwerpunkt "Onkologie" fuehrte 1992 zur Habilitation an der Ruprecht-Karls-Universitaet mit dem Thema: "Zur malignen Transformation des Epithels der Mundschleimhaut unter Chemotherapie und Chemopraevention". Diese Arbeit wurde mit dem Martin-Wassmund-Preis durch die Deutsche Gesellschaft fuer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie ausgezeichnet. Bereits 1991 war er mit dem Jahrespreis der Arbeitsgemeinschaft fuer Kieferchirurgie ausgezeichnet worden. 1994, als Leitender Oberarzt der Klinik und Poliklinik fuer Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Ruprecht-Karls-Universitaet Heidelberg, erhielt er den Sonderpreis der Deutschen Gesellschaft fuer Plastische- und Wiederherstellungschirurgie. Zu den Hauptforschungsgebieten Professor Zoellers gehoeren die dentale Implantologie, die Praevention und Therapie des Mundhoehlenkarzinoms und kraniofaziale Operationstechniken. In der OEffentlichkeit ist er vor allem bekannt geworden durch seine Chemopraevention des Mundhoehlenkarzinoms und Operationsverfahren bei Schaedelfehlbildungen.

Verantwortlich: Anneliese Odenthal

PS Fotos koennen in der Pressestelle angefordert werden.


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