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Meilenstein in Kooperation mit der TU Budapest

21.10.1997 - (idw) Universität Fridericiana Karlsruhe (T.H.)

Nr. 098 / 16. Oktober 1997 / sho

Meilenstein in Kooperation mit der TU Budapest:

Erste Diplome in ,Deutschsprachiger Ingenieurausbildung"

Mit der Verleihung der ersten Diplomurkunden erreichte ein in seiner Art einzigartiger internationaler Studiengang seinen vorlaeufigen Hoehepunkt: Die ,Deutschsprachige Ingenieurausbildung", die die Universitaet Karlsruhe und die Technische Universitaet Budapest 1992 gemeinsam ins Leben gerufen haben, ist der bislang groesste Studiengang zwischen einer deutschen Hochschule und einer Hochschule in Osteuropa.

Bei der feierlichen UEbergabe der Diplome im Rahmen eines Festaktes an der TU Budapest unterstrichen die Rektoren der Partneruniversitaeten, Prof. Dr. Akos Detrekoei und Prof. Dr.-Ing. Sigmar Wittig, ebenso wie der ungarische Minister fuer Industrie und Aussenhandel, Dr. Szabolcs Fazakas, und der deutsche Botschafter in Budapest, Hasso Buchrucker, die Bedeutung dieses Studienprogramms sowohl fuer die wissenschaftliche Zusammenarbeit der beiden Hochschulen als auch fuer die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ungarn und dem deutschsprachigen Raum. Unter den Gratulanten waren auch der Botschafter OEsterreichs und die Vertreterin der Botschaft der Schweiz in Ungarn.

,Waehrend wir derzeit vor allem in der Bundesrepublik mit Vorwuerfen konfrontiert sind, die uns mangelndes Engagement im internationalen Rahmen vorwerfen, ist dieser gemeinsame Studiengang ein lebendiges Zeichen intensiv gelebter Kooperation und wissenschaftlichen Austausches", unterstrich Rektor Wittig die Bedeutung der ,Deutschsprachigen Ingenieurausbildung", die vor genau 5 Jahren auf der Grundlage der bereits seit 1970 bestehenden wissenschaftlichen Kooperation zwischen der TU Budapest und Universitaet Karlsruhe gegruendet wurde.

Unter vergleichbaren gemeinsamen Programmen deutscher und osteuropaeischer Hochschulen ist die ,Deutschsprachige Ingenieurausbildung" in den Studiengaengen Bauingenieurwesen, Verkehrswesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik die umfangreichste - sowohl was die Ausbildung mit zwei Studienaufenthalten an der Universitaet Karlsruhe als auch die Zahl der Studierenden betrifft.

Fuer die deutschsprachigen Studiengaenge wurden die Curricula an der TU Budapest so ausgestaltet, dass sie mit denen an der Universitaet Karlsruhe kompatibel sind. Dabei findet die Ausbildung in den ersten vier Fachsemestern an der TU Budapest durch ungarische Dozenten ausschliesslich in deutscher Sprache statt. Das fuenfte Fachsemester verbringen bis zu 50 Studierende an der Universitaet Karlsruhe und setzen vom sechsten Fachsemester an ihr Studium an der TU Budapest in ungarischer Sprache fort. Die abschliessende Diplomarbeit wird an Karlsruher Instituten betreut.

Trotz der auch in Ungarn zurueckgehenden Zahlen von Studienbewerbern fuer die Ingenieurwissenschaften erfreut sich das deutschsprachige Studienprogramm der TU Budapest so grosser Beliebtheit, dass jedes Jahr mehr als die Haelfte der ungarischen Bewerberinnen und Bewerber abgelehnt werden muss. Die Absolventen hingegen haben hervorragende Berufsaussichten: Jedem von ihnen sind schon vor Ende des Studiums Arbeitsplatzangebote insbesondere von deutsch-ungarischen Unternehmen in Ungarn gemacht worden.

Dank der grosszuegigen Unterstuetzung des DAAD sowie des Ministeriums fuer Wissenschaft, Forschung und Kunst in Stuttgart und dank des grossen Engagements der Budapester und der Karlsruher Hochschullehrer, die das Studienprogramm ueber alle Deputatsregelungen hinaus betreuen, koennen nun Jahr fuer Jahr mehr als 50 ungarische Studierende in ungarischer und deutscher Sprache ausgebildet werden. Minister Klaus von Trotha, der an der Veranstaltung an der TU Budapest nicht teilnehmen konnte, hat eine Woche vorher dem Budapester Rektor die weitere Mitfinanzierung des Projekts zugesagt.


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