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Nobelpreisträger spricht

13.05.1997 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

upm-Pressemitteilung der Universitaet Muenster 140/97 - 12. Mai 1997

Von der Quantenphysik zur Halbleitertechnik

Nobelpreistraeger an der Wesufaelischen Wilhelms-Universitaet zu Gast

Muensters Physiker und an Physik Interessierte duerfen sich auf ein besonderes Highlight freuen. Auf Einladung des Fachbereichs Physik der Westfaelischen Wilhelms-Universitaet wird der Nobelpreistraeger Prof. Dr. Klaus von Klitzing die Universitaet besuchen und im Kolloquium ueber spezielle Fragen der Physik am Montag, den 9. Juni 1997, einen Vortrag zum Thema Grundlagen von Halbleiterquantenstrukturen halten.

Der Vortrag beginnt um 17.15 Uhr im Hoersaal 404 des Instituts fuer Kernphysik, Wilhelm-Klemm-Strasse 10.

Von Klitzing wurde 1985 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet, und zwar fuer die Entdeckung des sogenannten Quanten-Hall-Effektes. Im Hochmagnetfeldlabor des Max-Planck- Instituts fuer Festkoerperphysik in Grenoble hatte der Wissenschaftler im Jahr 1980 Halbleiterproben bei extrem tiefen Temperaturen untersucht. Seine Experimente zeigten, dass fast bis zum absoluten Nullpunkt abgekuehlte Halbleiterkristalle in hohen Magnetfeldern ihre Leitfaehigkeit nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft veraendern. Durch den Nachweis dieser Quantenspruenge hatte der damals 37jaehrige Festkoerperphysiker eine neue Natur-konstante ans Licht gebracht, die den elektrischen Widerstand von Halbleitern ganz exakt beschreibt. In den Jahren danach setzte von Klitzing seine wissenschaftliche Arbeit zunaechst an der TU Muenchen fort. Seit 1985 forscht der Nobelpreistraeger nun am Max-Planck-Institut fuer Fest- koerperforschung in Stuttgart. Dort untersuchen er und seine Arbeitsgruppe, wie die elektronischen und optischen Eigenschaften spezieller Halbleitermaterialien mit deren Quantenstrukturen zusammenhaengen. Die Ergebnisse ihrer Tieftemperaturexperimente und theoretischen Berechnungen sind aber keineswegs nur fuer die Grundlagenforschung interessant, sondern haben darueber hinaus grosse technologische Bedeutung. Sie schaffen die Basis fuer die Entwicklung neuartiger Bauelemente in der modernen Mikro- und Nanoelektronik. Blaue Leuchtdioden oder Quantentransistoren sind Beispiele fuer solche Neuheiten der Halbleitertechnik.

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